Jordan wird 50 Karrierestationen von "His Airness"
Michael Jordan hat in einer neuen Biografie offen über seine schwierige Jugend gesprochen. Er sei damals "ein Rassist" gewesen - gegen "alle weißen Menschen". Grund seien Anfeindungen gewesen, die er aufgrund seiner Hautfarbe erleiden musste.
Chuck Burton/ AP
Jordan hatte eine beeindruckende Karriere. Zu einem Markenzeichen wurde seine herausgestreckte Zunge, die immer dann zu sehen war, wenn er ins direkte Duell mit einem bemitleidenswerten Gegenspieler ging (in diesem Fall Jeff Hornacek von den Utah Jazz).
Schon während der College-Zeit in North Carolina konnte man diese Eigenart ebenso bestaunen wie die Kombination aus Unerbittlichkeit und Eleganz, mit der Jordan auf dem Feld agierte. In die Profiliga NBA kam er 1984, allerdings war er da ausnahmsweise mal nicht Erster. In der Draft wählten ihn die Chicago Bulls an Platz drei, hinter Hakeem Olajuwon (Houston) und Sam Bowie (Portland).
Jordan etablierte sich schnell in der NBA, wurde in der ersten Saison sogar beinahe bester Werfer. Doch es dauerte bis zum Jahr 1991, als der Aufbauspieler seine erste Meisterschaft gewann. Im Finale wurden die Los Angeles Lakers um Spielmacher "Magic" Johnson, links, besiegt.
Der Titel wurde zum ersten Ergebnis einer perfekten Symbiose von Jordan und Trainer Phil Jackson. Als größte Leistung des Coaches gilt es bis heute, das übergroße Ego Jordans und das Team der Chicago Bulls in Balance gehalten zu haben. Jordan jedenfalls glänzte in der Jackson-Ära, die 1989 begann, deutlich mehr als in den fünf Jahren zuvor - und endlich sprangen auch Titel heraus.
Sechs wurden es insgesamt, verteilt auf zwei Perioden. Die erste endete 1993, als Jordan nach drei Meisterschaften in Serie zurücktrat. Die Entscheidung erschütterte die Sportwelt, denn Jordan war gerade einmal 30 Jahre alt. Doch sie hatte Gründe. Sein Vater war zuvor ermordet worden - und der Basketball-Superstar entschied sich, dem Verstorbenen dessen größten Wunsch zu erfüllen.
Jordan wurde Baseballprofi bei den Birmingham Barons, einem Farmteam des MLB-Teams Chicago White Sox. Jordan tat das, was er sich im Basketball nie hätte verzeihen können: Er scheiterte. Und kehrte 1995 zurück.
Es begann die zweite "Ära Jordan" bei den Bulls, und wieder sollte sie ausgesprochen erfolgreich verlaufen.
Mit Hilfe des exzentrischen Verteidigers Dennis Rodman gewann Chicago drei Meisterschaften in Serie.
Schon bevor Jordan zu einem der erfolgreichsten Basketballer wurde, war er eine Marketing-Ikone. Der Sportartikelhersteller Nike hatte die außergewöhnliche Sprungkraft der Nummer 23 erkannt und sie sich zunutze gemacht.
Die Schuhe der Marke "Air Jordan" wurden zum weltweiten Erfolg, bescherten Nike Milliarden und machten die Lufthoheit zum steinreichen Mann.
Zu Ehren des größten Basketballsohns der Stadt steht vor dem United Center eine Bronze-Statue.
1992 in Barcelona gewann er Olympisches Gold mit dem Dream Team.
Zu einer Ikone wurde diese Aufnahme von Jordan mit der Championship Trophy 1991 in der Kabine. Es war Jordans erster Meistertitel.
Mittlerweile ist Jordan Miteigentümer der Charlotte Bobcats.