"Love & Mercy" Dämonen im Ohr
Die Beach Boys in "Love & Mercy": Anfang der Sechziger, bevor mit den Beatles die "British Invasion" startete, gehörten sie mit fröhlichem Surf-Pop zu den erfolgreichsten Bands der USA. Von links: Dennis Wilson (Kenny Wormald), Al Jardine (Graham Rogers), Carl Wilson (Brett Davern), Mike Love (Jake Abel), Brian Wilson (Paul Dano).
Songwriter und zerquältes Genie: Brian (Paul Dano) fühlt sich zu Größerem berufen, das 1965 veröffentlichte Beatles-Album "Rubber Soul" inspiriert ihn zu seinem Meisterwerk "Pet Sounds".
Stundenlang im Studio: "Love & Mercy" konzentriert sich auch auf den Prozess des künstlerischen Schaffens. Die Geräusche und Sounds, die Wilson (Paul Dano) in seinem Kopf hört, sollen auf Platte gebannt werden.
"Pet Sounds", wortwörtlich: Sogar Hunde befördert Wilson (Paul Dano) ins Studio, um ihr Bellen aufzunehmen.
Instagram-Filter-bunte Bilder: Immer mehr Musiker stopft Wilson ins Studio, manchmal müssen sie Feuerwehrhelme tragen.
Der größte Triumph, das Ende der Band: Die anderen Beach Boys verstehen nicht, was Brian mit "Pet Sounds" erreichen will. Es kommt zum Zwist zwischen den Harmonie-Sängern.
Sprünge in die Zukunft: "Love & Mercy" springt zwischen den Sechzigern und den Achtzigern hin und her, den älteren Brian Wilson spielt John Cusack, seine Geliebte (und spätere Ehefrau) Melinda wird von Elizabeth Banks verkörpert.
In den Fängen des irren Doktors: Der Psychologe Eugene Landy (Paul Giamatti, l.) hat mit Medikamenten und Psychodruck Kontrolle über Brians Leben übernommen. Melinda (Elizabeth Banks, r.) ist besorgt - und plant Brians Befreiung.
Elizabeth Banks als spätere Wilson-Gattin Melinda: Viel Sinn für die Frisurenmode und Garderobe der Achtziger.
Aus dem Wachkoma aufgetaucht: Mit Melinda geht es aufwärts in Brians Leben - zumindest erzählt es "Love & Mercy" so.
Pop-Legende Wilson, Regisseur Bill Pohlad: Zusammen gelang ihnen ein ungewöhnliches, berührendes Musiker-Porträt.