Bilderberg-Konferenz in Dreden Hinter verschlossenen Türen
Absperrgitter vor dem Luxushotel Taschenbergpalais in Dresden: 130 einflussreiche Menschen aus 20 Ländern werden zur Bilderberg-Konferenz in Dresden erwartet.
Zur Bilderberg-Konferenz kommt man nur auf Einladung. In diesem Jahr nahm diese unter anderem der Chef der Deutschen Bank, John Cyran, an.
Auch LinkedIn-Chef Reid Hoffman verbringt die nächsten Tage in Dresden. Die Konferenz soll die transatlantischen Beziehungen stärken. Zwei Drittel der 120 bis 150 Teilnehmer kommen aus Europa, der Rest aus Nordamerika.
Auf der Themenliste steht auch die politische Landschaft in den USA: Unter den geladenen Gästen ist auch Senator Lindsey Graham.
Axa-Chef Henri de Castries sitzt dem Lenkungsausschuss der Bilderberger vor. "Es ist eine informelle Gruppe, die über verschiedene Themen spricht und die Diskussion hinter verschlossenen Türen führt, um die Gespräche zu erleichtern", sagt er.
Kanzlerin Angela Merkel nahm eine Einladung nach Dresden hingegen nicht an.
Mit Ursula von der Leyen, Wolfgang Schäuble und Thomas de Maizière sind drei Bundesminister dabei.
Die erste Bilderberg-Konferenz fand 1954 im gleichnamigen Hotel in Oosterbeek bei Arnheim in den Niederlanden statt. Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, 93 Jahre alt, ist ein beliebter Gast auf der Bilderberg-Konferenz.
Die Bilderberg-Konferenz ist sehr umstritten - die Öffentlichkeit bleibt bei den Beratungen außen vor. Es gilt die sogenannte Chatham House Rule: Demnach kann allgemein über Gespräche berichtet werden, es dürfen aber keine Namen genannt werden.
Polizist vor dem Tagungsort in Dresden: Rund um das Hotel sind Versammlungen mit mehr als 15 Teilnehmern verboten. 400 Beamte sind im Einsatz, um die Konferenz zu schützen.