Bildungsgipfel Geschimpf und Geschacher
So viel Stillstand macht sprachlos: Seit 2008 basteln Kanzlerin Angela Merkel, Bildungsminsterin Annette Schavan (beide CDU) un die Länder an der "Bildungsrepublik" - doch die Ministerpräsidenten wollen von ihren Zusagen vom Dresdner Gipfel nichts mehr wissen und mehr Geld vom Bund. Das gibt es nicht vor 2013, sagt die Kanzlerin am Donnerstag im Kanzleramt. mehr...
Maues Ergebnis, betretene Mienen: Kurt Beck, SPD-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, (l.) gab auf Länderseite den Spielverderber. Er forderte "eine dauerhafte Finanzierungsgrundlage" für eine "dauerhafte Aufgabe" - und meinte einen größeren Anteil des Umsatzsteueraufkommens für die Länder, wie ihn auch sein CDU-Amtskollege Stanislaw Tillich (r.) aus Sachsen verlangte. Dazu war die Kanzlerin nicht bereit.
Kein schöner Geburtstag: Bundesbildungsministerin Anette Schavan (CDU) hatte am Donnerstagmorgen noch die Ministerpräsidenten bekniet, an dem Ziel, zehn Prozent des BIP für Bildung auszugeben, festzuhalten - es nützte nichts.
Studenten protestieten bereits am Mittwoch für besser Bildungsbedingungen, wie hier...
...in Berlin und in 70 weiteren Städten. Für Bildung braucht es vor allem...
...Geld, fanden diese Demonstranten.
Auch in München gingen Schüler und Studenten am Mittwoch zum "Bildungsstreik 2010" auf die Straße.