Urteil in Pakistan 45 Tage Haft für Bin Ladens Witwen
Polizeibeamte bewachen das Haus der Bin-Laden-Witwen in Islamabad: Sie wurden am Montag zu 45 Tagen Haft wegen illegalen Aufenthalts verurteilt - ein eher mildes Urteil.
Passfoto von Bin-Laden-Witwe (in pakistanischer Zeitung): Laut der "New York Times" machte Amal Ahmed al-Sadah, jüngste der drei Ehefrauen Osama Bin Ladens, gegenüber pakistanischen Ermittlern detaillierte Angaben über ihre jahrelange Flucht mit dem Top-Terroristen.
Letzte Zuflucht: In diesem Gebäude in der nordpakistanischen Garnisonsstadt Abbottabad spürten US-Einheiten Osama Bin Laden auf. Vorher soll er mit seiner Familie in verschiedenen Häusern in Pakistan gelebt haben. Mit seiner jüngsten Gattin zeugte er in dieser Zeit vier Kinder - die teils in staatlichen Kliniken geboren wurden.
Der Qaida-Chef hatte sich jahrelang in dem Anwesen versteckt - 60 Kilometer Luftlinie nördlich von Islamabad entfernt. Zuvor lebte er unter anderem in Shangla und Haripur. Unklar ist, wie Bin Laden jahrelang in Pakistan unterkommen konnte, ohne dass der Geheimdienst etwas bemerkte.
Luftaufnahme der CIA: Der US-Angriff auf das Anwesen des Terroristen war von langer Hand vorbereitet, eine monatelange Geheimdienstarbeit war der riskanten Aktion in einem dichtbesiedelten Gebiet vorausgegangen.
Satellitenaufnahme: Blick von oben auf das Gelände des Verstecks. Bei dem Zugriff wurde auch die jüngste Frau Bin Ladens durch einen Schuss verletzt. Sie steht wie die anderen Witwen in Islamabad unter Hausarrest.
Undatierter Lageplan des Gebäudekomplexes: Experten der CIA fertigten die Skizze der Wohnanlage Bin Ladens an. Die Schutzvorkehrungen waren enorm, bis zu fünfeinhalb Meter hohe Mauern mit Stacheldraht umgeben das Grundstück.
US-Präsident Barack Obama und sein engster Mitarbeiterstab, darunter Vize Joe Biden (l.) und Außenministerin Hillary Clinton (2.v.r.), verfolgten die Jagd auf den Terrorchef live im Weißen Haus.
Minütlich wurde der US-Präsident über den Verlauf der Militäroperation auf dem Laufenden gehalten - der Einsatz des Spezialkommandos wurde über Helmkameras nach Washington übertragen.
Stunden nach der Verkündung des Todes von Osama Bin Laden strahlten US-Sender Videoaufnahmen aus, die einen Eindruck von der Operation des Spezialkommandos vermitteln.
Schrank in Bin Ladens Versteck: Der Leichnam des Qaida-Chefs wurde nur wenige Stunden nach der Operation im Meer bestattet.
Weitere Blutspuren zeugen vom Gefecht in Bin Ladens Versteck: Rund 40 Minuten dauerte die US-Militäraktion in Pakistan.
Wrackteile in der Nähe der ehemaligen Bin-Laden-Residenz: Bei der Geheimoperation wurden Militärhubschrauber eingesetzt. Eine der Maschinen wurde während der Aktion zerstört.
Ein Zeitungskiosk mit Bin-Laden-Titeln im pakistanischen Karatschi wenige Tage nach der Tötung des Qaida-Chefs. Wochenlang seien im Oktober 2005 amerikanische Hubschrauber direkt über das Wohnhaus geflogen, berichtet Witwe Sadah. Die Maschinen transportierten Hilfsgüter für die Opfer des gewaltigen Erdbebens, das die Region erschüttert hatte. Mehr als 70.000 Menschen waren damals gestorben. Bin Laden wurde zu dieser Zeit in Afghanistan vermutet.