Umstrittener Biosprit Gemisch mit Sprengkraft
Preiswert, aber unbeliebt: Anfang 2011 wurde an den deutschen Tankstellen der Biosprit E10 eingeführt. "E" steht für Ethanol und "10" für zehnprozentigen Anteil von Bioethanol im Benzin. Der Kraftstoff ist zwar billiger als normales E5-Benzin, aber für manche Autos unverträglich. Das sorgte für Verunsicherung bei den Fahrzeugbesitzern.
Greenpeace-Demo gegen E10: Umweltschutzorganisationen sahen den sogenannten Biosprit E10 von Beginn an kritisch, weil seine Herstellung zulasten der Nahrungsmittelproduktion gehen kann.
Sondertreffen nach der Spritpleite: Nachdem die Kritik an E10 immer größer wurde, sah sich die Politik zu einem sogenannten Benzingipfel genötigt. Bei dem Treffen in Berlin nahmen unter anderem neben dem damaligen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und dem Staatssekretär im Verkehrsministerium, Rainer Bomba, auch ADAC-Präsident Peter Meier teil. Beschlossen wurde eine Info-Kampagne.
Ein bisschen rehabilitiert: E10 ist nicht von den Zapfsäulen verschwunden, aber am Benzinmarkt beträgt sein Anteil derzeit nur 15 Prozent.