Bizarre Bühnenoutfits - DER SPIEGEL
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Je schriller desto besser Bananen, Socken und ganz viel Glitter

Nackte Pos, Bananenröckchen, 50-Zentimeter-Plateaus: Wenn Bühnenstars eine echte Show abziehen wollen, führt ihr erster Weg zum Kostümschneider - nicht erst seit Lady Gaga ihren BH zum Flammenwerfer umrüsten ließ. einestages zeigt die spektakulärsten Bühnenklamotten der Pop-Geschichte.
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Venus im Bananenröckchen: Die Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Josephine Baker ist quasi die Mutter aller außergewöhnlich gekleideten Bühnenpersönlichkeiten. Sie brachte in den zwanziger Jahren nicht nur den Charleston nach Paris, sondern erregte die Öffentlichkeit mit ihrer freizügigen Berufsbekleidung und dem Selbstbewusstsein, mit dem sie diese vorführte. Der französische Journalist André Levinson schrieb damals in einer Kritik: "Josephine ist kein groteskes schwarzes Tanzgirl mehr, sondern jene schwarze Venus, die den Dichter Baudelaire in seinen Träumen heimsuchte." Mit ihrem Bannanenröckchen, das sie erstmals 1926 trug, schuf sie eine vielzitierte Ikone unter den Bühnen-Outifts.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Maschinenmenschen: Die Mitglieder der Gruppe Kraftwerk bezeichnen sich selbst als "Techniker" oder "(Musik)-Arbeiter". So treten sie auch auf. Uniform gekleidet, stehen sie hinter ihren Computern und performen ihre Musik in der Manier von Büroangestellten oder Fließbandarbeitern. Früher ließen die Musiker auf Pressekonferenzen ausschließlich Roboter oder Puppen statt sich selber fotografieren. Mitunter wird die Band auch bei Live-Auftritten von Androiden gedoubelt.

Foto: Getty Images
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Luftikus: Er ist der wohl wandlungsfähigste Superstar aller Zeiten. Es gibt kaum eine Rolle, die David Bowie in seiner jahrzehntelangen Karriere nicht einnahm. Mal präsentierte er sich als Clown, mal als Frau, mal als Diamanthund. Das Foto zeigt Bowis Konzert am 3. Juli 1973 im Hammersmith Odeon in London. Es war sein letzter Auftritt in der Rolle des Ziggy Stardust, einer bisexuellen, lebenshungrigen Kunstfigur, die er im Jahr zuvor geschaffen hatte. Das Konzert ging deshalb in die Annalen der Rockgeschichte ein.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Unterkühlt, androgyn - perfekt gestylt: Grace Jones machte mit ihren Auftritten Flat-Top-Frisur und Crossdressing bei Frauen populär. Doch sie spielte auf ihren Konzerten nicht nur mit Geschlechterrollen. In den Achtzigern war sie die Königin der außergewöhnlichen Bühnen-Outfits. Das Model trug Haute Couture und Gorillakostüme, sie trat bemalt wie eine afrikanische Kriegerin auf und kleidete sich als Domina. Noch heute überrascht Jones auf ihren Konzerten mit ihrer erstaunlichen Kleidung.

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Der King von Queen: Freddie Mercury gilt als einer der besten Rockperformer aller Zeiten. Wie ein Derwisch tobte der Queen-Sänger über die Bühne und begeisterte ganze Stadien mit seinen unvergleichlichen Posen. Seine meist hautengen Outfits waren da schon beinahe nebensächlich. Der denkwürdigste Dress ist wohl der Hermelinmantel und die Krone mit der er am Ende der "A Kind Of Magic"-Tour, der letzten vor seinem Tod, am Ende jeder Show die Bühne betrat und sich vor dem Publikum verbeugte.

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Are We Not Men...: Devo glauben daran, dass die Menschheit sie nicht weiter- sondern zurückentwickelt. Außerdem befindet sich die Menschheit, laut der Band, derzeit im Dritten Weltkrieg. Dieser würde allerdings nicht mit nuklearen Waffen geführt. Die Gefahr ginge vielmehr von Flugpassagieren aus, die durch das Benutzen von Billigflug-Airlines Geld sparen und Vergnügungsparks besuchen wollen. Hinter dieser Ideologie verblassen die spleenigen Partnerlooks der Bands beinahe - aber eben nur beinahe.

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Der Funk-Punk: George Clinton war der Kopf der Funk-Bands Parliament und Funkadelic. Der gelernte Friseur nannte seine Musikrichtung - ein Mix aus psychedelischer Rockmusik, Soul und Funk - P-Funk und sponn eine abstruse Space-Mythologie um Außerirdische und ein Raumschiff namens "Mothership" um seine musikalischen Projekte. So wurden die Auftritte des P-Funk-Mobs legendär. Mitunter tummelten sich bis zu 30 Musiker in bizarren Kostümen auf aufwendig gestalteten Bühnen.

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Ikone im Eva-Kostüm: Sie ist wohl der Grund, warum Stars wie Britney Spears, Madonna oder Christina Aguilera bei ihren Live-Shows so leicht bekleidet sind. In den siebziger und achtziger Jahren legte Cher mit durchsichtigen Kleidern, paillettenbesetzten Bikinis und ledernen Miedern die Latte für sexy Outfits in der Popmusik hoch - und geriet immer wieder mit Sittenwächtern in Konflikt. Zum Beispiel bei dem Video zu "If I Could Turn Back Time" von 1989. In ihm verhüllte die Sängerin mit der vollen Stimme ihre Reize nur mit einem schmalen schwarzen V auf einem ansonsten durchsichtigen Body. Der Clip wurde von den meisten TV-Sendern verbannt - die Single verkaufte sich millionenfach.

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Paradiesvogel der New-Wave-Bewegung: Knallbuntes Make-Up, Schleifen und bunte Bänder in den Haaren, ein architektonisch toupierter Pony und Kleider, die sich jeder stilistischen Einordnung verweigern - Anfang der achtziger Jahre wurde Boy George zum Paradiesvogel der Popwelt. Mit der Band Culture Club hatte er Hits wie "Do You Really Want To Hurt Me" und "Karma Chameleon". Der Sänger stieg zu einer Ikone der Schwulenbewegung auf und wurde von den Lesern des "Daily Mirror" gleich zweimal zur "Pop Personality of the Year" gewählt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere gab es sogar Boy-George-Ankleidepuppen.

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Die Sockenrocker: Seit über 25 Jahren stehen die Red Hot Chili Peppers schon auf der Bühne. Dabei tritt Bassist Flea heute wie damals gern in Unterhose und Tennissocken auf und Sänger Anthony Kiedis zog ab und an ein Harlekin-Kostüm aus dem Kleiderschrank. Doch berüchtigt ist die Band für ein Outfit, das diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient: Socken. Zu Beginn ihrer Karriere bestritten sie ihre Zugaben des Öfteren mit nichts als Fußwärmern über ihrem besten Stück bekleidet. "Es war nur ein Gag", erklärte Kiedis später im "Rolling Stone", "aber ein guter."

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Mein Freund der Baum: Der schräge christliche Singer-Songwriter Danielson tritt solo regelmäßig in seiner Nine-Fruit-Tree-Verkleidung auf. An dem Baumkostüm hängen neun Obstimitationen aus Filz. Sie symbolisieren die Frucht des Heiligen Geistes: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Foto: Secretly Canadian
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Die Welt unterm Rock: Die Isländerin Björk ist bekannt für ihre extravaganten Bühnenoutfits - doch am 13. August 2004 erstaunte sie mit ihrem Kleid die ganze Welt. Bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in Athen entfaltete es sich zu einem 900 Quadratmeter-großen Tuch mit einer Weltkarte darauf, die sich über alle Athleten ausbreitete.

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Nicht ganz von dieser Welt: Auf seiner Comebackshow am 3. Dezember 1968 trug Elvis noch eine lässige schwarze Lederkluft. Beim zweiten legendären Fernsehauftritt seiner späten Karriere, der Show "Aloha From Hawaii" im Januar 1973, die als erstes Konzert überhaupt via Satellit live auf der ganzen Welt gezeigt werden konnte, sah er selbst ein wenig aus, als wäre er per Satellit auf die Erde gebeamt worden. Zu buschigen Koteletten und einer kaum zu bändigenden Frisur trug er einen über und über mit Pailletten besetzten Anzug mit ausladenden Schlaghosen.

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Die Göttliche: 1945 in den USA als Harris Glenn Milstead geboren, wurde Divine in den sechziger und siebziger Jahren in den Filmen des Regisseurs John Waters zum kontrovers diskutierten Undergroundstar. Kein Wunder. In Waters' "Pink Flamingos" verspeiste die Drag Queen Hunde-Fäkalien. In den Achtzigern begann sie mit dem Produzenten Bobby Orlando als eine der ersten in den USA, die House- und Technoeinflüsse aus Europa zu übernehmen - und mit rauer Stimme schlaue Raps darüberzusingen.

Foto: ddp images / Capital Pictures/FB
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Glänzende Karriere: Gary Glitter machte seinem Namen in den siebziger Jahren alle Ehre. Eine strubbelige Elvis-Presley-Gedächtnisfrisur, exaltierte Gesten und vor allem Glitzeroutfits die Teils an die Kostüme für rythmische Sportgymnastik, teils an die Uniformen aus "Kampfstern Galactica" erinnerten, waren seine Markenzeichen. So eroberte der Glamrocker damals die Charts mit Hits wie "Do You Wanna Touch Me?" und "Leader Of The Gang (I Am)".

Foto: Getty Images
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Eine schrecklich gekleidete Familie: Jahrelang traten The Kelly Family als Straßenmusiker auf. Als sie dann in den Neunzigern Stars wurden, machten sie ihre ein wenig lotterig daherkommende Version des Blumenkinder-Looks gleich mit berühmt. Schlecht sitzende Schafwollpullis, Hosen mit Blumenflicken, schlabbrige Batikkleider und folkloristische Fummel aus aller Herren Länder - der Phantasie waren offenbar keine Grenzen gesetzt. Heute sieht man nur noch Joey Kelly manchmal bei Stefan Raab - in Jeans und T-Shirt.

Foto: dpa
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Blut auf der Bühne: Der amerikanische Punk-Sänger GG Allin war der Extremist unter den Live-Performern. Auf der Bühne feierte er Gewalt und Kontrollverlust. Er erleichterte sich, onanierte, verletzte sich selbst, verspeiste seine eigenen Exkremente und verprügelte wahllos Leute aus dem Publikum. Als Outfit reichte ihm meist ein nietenbesetztes Hundehalsband. GG Allin verkündete einmal, er wolle Selbstmord auf der Bühne begehen und dabei möglichst viele Menschen mitnehmen. Er starb am 28. Juni 1993 an einer Überdosis Heroin - nach dem Konzert.

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Toll mit Tolle: Die Leningrad Cowboys sind eine Band aus Finnland, die ursprünglich der Regisseur Aki Kaurismäki 1989 für seinen Film "Leningrad Cowboys Go America" erschuf. Nach den Dreharbeiten machte die Combo, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern der Punkband Sleepy Sleepers zusammensetzte, einfach weiter. Ihr Markenzeichen: absurd spitz zulaufende Schuhe, knallbunte Anzüge und einhornhafte Haartollen.

Foto: Getty Images
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Rock und Leder: Muskeln, Matten und nietenbesetztes Leder sind die Insignien von Manowar. Die Band besteht seit 1980. Auf ihren frühen Alben wirkten die durchtrainierten Musiker eingeölt wie Bodybuilder und mit Waschbrettbauch vielen Metalfans doch ein wenig suspekt - die meisten Metaller bevorzugen wohl doch Sixpacks zum Austrinken. Ihren Fans, die sich selbst als "Metal Warriors" oder "Army Of Immortals" bezeichnen, scheint's trotzdem zu gefallen. Die Alben von Manowar erreichen noch heute allesamt Chart-Plazierungen.

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Eine riesengroße Horrorshow: Er badet im Kunstblut, köpft Stoffkaninchen und kokettiert mit Nazi-Symbolik. Der meist leichenblass geschminkte Schockrocker Marilyn Manson ist wohl noch immer die schillerndste Gestalt unter den Bühnenfiguren der populären Rockmusik.

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Alien mit Opernstimme: Er sang, als sei er nicht von dieser Welt - und so kleidete er sich auch. Irgendwo zwischen Operdiva, Popstar und fünfziger Jahre Science-Fiction-Figur inszenierte sich der in Deutschland aufgewachsene Klaus Sperber als Kunstfigur Klaus Nomi. In den Siebzigern wurde der Sänger zu einer Underground-Größe New Yorks. 1978 wurde er von David Bowie entdeckt und gefördert. Doch bevor er durchschlagende Erfolge verzeichnen konnte, starb Klaus Nomi 1983 an Aids. Zu seinen besten Eigenkompositionen zählen der "Nomi Song" und "Lightning Strikes".

Foto: ddp images
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Politische Botschaften mit lustigem Beigeschmack: Flavor Flav war der Rap-Clown der US-HipHop-Band Public Enemy. Mit schlabbrigen Klamotten und riesigen Uhren, die er als Kette um den Hals trug, gab er das Kontrastprogramm zu den kritischen Texten des Rappers Chuck D. Oftmals hatte die Band auch ihre Security Of The First World dabei, eine Bodyguard-Gruppe, die im Söldnerlook auftrat.

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Spiel mit dem Feuer: Mit ihrem martialischen Auftreten sorgten Rammstein am Anfang ihrer Karriere für viel Aufsehen. Die Mitglieder mischen SM-Outfits und Endzeit-Ikonografie. Auf der Bühne wird mit Mikros in Messerform hantiert, Schlagzeuge explodieren, Feuersäulen schießen in die Höhe und ab und an brennt ein Mensch. Der Pyrotechniker der Band nimmt die Auftritte mit Gelassenheit: "Es ist einfach die härtere David-Copperfield-Show".

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Ein Auge geworden: Die amerikanische Avantgarde-Band The Residents existiert bereits seit 1969. Und seitdem weiß niemand wer sich unter den Augapfelmasken, mit denen die Musiker seit ihrer Gründung auftreten, verbirgt. Zwischenzeitlich wurde gar vermutet, dass die Beatles unter der Verkleidung stecken. 27 Alben und 40 Jahre später sind sich allerdings die meisten Fans sicher, dass nicht einmal mehr alle Gründungsmitglieder in der Band sind - spätestens seit Lennons Tod.

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Plastik-Punks: Elektro-Rhythmen, wirre Texte voll düsterer Zukunftsvisionen im Stile von "Mad Max" und "Clockwork Orange" und provokante Outfits - die britische Punkband Sigue Sigue Sputnik wurde Mitte der Achtziger eher durch ihre irrwitzige Cyberpunk-Ästhetik als durch ihre Musik berüchtigt.

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Grusel-Fasching: Die Nu-Metal-Band Slipknot trägt meist Partnerlook und eigentlich immer Horrormasken. 2004 allerdings traten sie mit Masken auf, die aussehen sollten wie die echten Gesichter der Bandmitglieder - wenn diese tot wären. Echte Fans haben die Band aber vielleicht auch schon in einem Interview auf dem Bonusmaterial der DVD "Voliminal: Inside The Nine" unmaskiert gesehen.

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Der Außerjazzige: In den fünfziger Jahren erfand er den Cosmic Jazz und hielt bizarre astrologische Predigten. Der avantgardistische Musiker Sun Ra ist wohl eine der schillerndsten Figuren in der Geschichte des Jazz. Der Exzentriker trug sonderbare Kostüme und Kopfschmuck in ägyptischem Stil. Passend zu seiner verschwurbelten Space-Philosophie nannte seine Alben "Sun Ra Visits Planet Earth" und "We Travel The Spaceways".

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Die Skandalnudel: Mit Songs wie "Like a Virgin", "Papa Don't Preach" oder "Like A Prayer", ihren sexy Outfits und aufreizenden Performances wurde Madonna ein Role-Model für Millionen Frauen und das Sexsymbol der achtziger Jahre.

Foto: AP
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The Tubes mit Turbo-Tretern: Die New Yorker Glam-Rocker waren berühmt für ihre bizarre Bühnen-Outfits - wie diesen Riesenplateaus, mit denen Sänger Fee Waybill im September 1977 im Londoner Hammersmith Odeon auftrat.

Foto: Getty Images
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Schlangenkönig: Der Meister in seinem Metier. Ungezählt sind die Musiker, deren Shows Alice Cooper mit seinen schrillen Auftritten inspirierte. Ob er eine Schlange liebkoste, mit Messern hantierte oder eigenhändig eine Scheinexekution durchführte: Stets waren die Bühnenspektakel des US-Hardrockers jeden Cent des Eintrittspreises wert.

Foto: Getty Images
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Feuerteufel: Was Paul Stanley, Gene Simmons, Ace Frehley und Peter Cris (so die Originalbesetzung) auf der Bühne abzogen, war viel mehr als ein Rockkonzert. Ein jeder in sein schrilles Kostüm gewandet sowie mit seiner individuellen Maske und Plateauschuhen boten die Amerikaner eine spektakuläre Show. Legendär sind vor allem die Auftritte von Bassist Gene Simmons: Unter abgründigem Höllengetöse spie der Bassist Feuer und sabberte Theaterblut.

Foto: Kevin Winter / Getty Images
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Die Schockrocker von Lordi: Die finnische Hardrock Band Lordi überzeugt auf der Bühne mit ungewöhnlichen Outfits. Jedes Bandmitglied tritt als Monster oder Zombie verkleidet auf. Das Bild zeigt Gittarist Jussi "Amen" Sydänmaa auf dem Icebreaker Festival 2005 in Stuttgart. Zu diesem Zeitpunkt war Lordi fast nur in der Metalszene bekannt, bis die Band im darauffolgenden Jahr überraschend den Eurovision Songcontest 2006 gewann und über Nacht berühmt wurde.

Foto: Timo Deiner
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Flammenwerfer im BH: Lady Gaga bei den Much Music Video Awards im kanadischen Toronto am 21. Juni. Am Ende ihres Hits "Pokerface" sprühten im Herzschlagrhythmus Funken aus dem Bustier der Pop-Neuheit. Mit ihren irren Kleidern führt Lady Gaga die Tradition der verrückten Bühnen-Outfits fort.

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Starrezept mit Entenmütze: "Ich war nicht Mick Jagger oder David Bowie, keiner von den dünnen, hübschen weißen Jungs, die auf die Bühne kommen und die Zuschauer allein durch ihre Ausstrahlung fesseln", sagte Elton John einmal dem SPIEGEL, "Ich war ein dicklicher Brillenträger, der hinter seinem Piano festgenagelt war. Deshalb musste ich mir was einfallen lassen. Also sprang ich auf meinen Flügel oder legte mich darunter, zog Donald-Duck-Kostüme an und benahm mich wie ein Wahnsinniger."

Foto: Getty Images
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Durchsichtige Show: Eine durchsichtige Show gab Marianne Faithfull 1978 in der Hamburger Markthalle ab. Nach langer Zeit in der Versenkung hatte "Sister Morphine" wieder ein Album rausgebracht - mit Country-Stücken. Titel: "Dreaming My Dreams". Traumhaft war ihr Auftritt für alle, die auf Exhibitionismus stehen.

Foto: Rüdiger Bloemeke/K.K.
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