Bizarre Fahrzeuge - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bizarre Fahrzeuge Die Ahnen von Star Wars

Mono-Räder, Schienen-Zeppeline, fliegende Panzer: Euphorisiert von der Technikrevolution entwickelten Ingenieure in den zwanziger und dreißiger Jahren die absurdesten Fahrzeuge - viele davon für den Krieg. Spektakuläre Archivfotos dokumentieren die Wahnsinnsvehikel.
1 / 39

Rekonstruiertes Monorad: Ein höchst ungewöhnliches Fortbewegungsmittel ist dieses einrädrige Motorrad, das um die Jahrhundertwende von Erich Edison-Puton in Paris gebaut wurde. Obwohl es voll funktionsfähig ist, hat sich das hier verwirklichte extravagante Bauprinzip nicht wirklich durchsetzen können und geriet bald in Vergessenheit. Mit einem Originalkorpus und einem Originalmotor aus Paris wurde das Fahrzeug vom Restaurator Ferdinand Schlenker rekonstruiert. Das Museumsstück fährt mit 3,5 Pferdestärken.

Foto: Technikmuseum Sinsheim
2 / 39

Ingenieur auf Testfahrt: Der Schweizer Tüftler M. Gerder fuhr Anfang der Dreißiger Jahre zu Versuchszwecken mit einem motorisierten Einrad bis nach Spanien. Hier macht er gerade Station in Arles (Südfrankreich). Das solide Gummirad läuft auf einer Schiene die von einem Motor angetrieben wird.

Foto: Fox Photos/ Getty Images
3 / 39

Opels Raketenauto: In Deutschland experimentierte Fritz von Opel mit sprengstoffgetriebenen Raketenautos. Im Mai 1928 stellte er einen Geschwindigkeitsrekord auf: 24 Pulverraketen und damit 120 Kilo Sprengstoff zündeten, um das explosive Gefährt auf 238 Stundenkilometer zu beschleunigen.

Foto: Opel Classic Archiv
4 / 39

Design wie bei "Star Wars": Von der Optik her würde dieser deutsche Minenräumer auch in die Klonkriege bei "Star Wars" passen. 1940 ging ein Auftrag an die Firmen Alkett in Berlin ein "Maschinelles Minenräum - Gerät" zu entwickeln. Einer der von der Firma Alkett produzierte Prototypen ist heute im Panzermuseum Kubinka in der Nähe von Moskau zu besichtigen.

Foto: Panzermuseum Kubinka
5 / 39

Eher Traktor als "Star Wars": Das futuristisch anmutende Design leidet etwas, wenn man das Gefährt von hinten betrachtet. Dann offenbart sich, dass der scheinbare zweirädrige Mienenräumer zur Stabilisierung doch eine dritte Stütze benötigt, die ihm das unvorteilhafte Aussehen eines Traktors verleiht.

Foto: Panzermuseum Kubinka
6 / 39

Eisenbahngeschütz Dora: Schon 1937 bekam die Firma Krupp den Auftrag, diese rund 50 Meter lange Kanone zu bauen. Sie wurde nur ein einziges Mal eingesetzt: gegen die Festung Sewastopol auf der Krim im Juni 1942. Allein das Rohr wog schon 400 Tonnen.

Foto: Deutsche Eisenbahngeschütze - Gerhard Taube
7 / 39

Weltspitze in Sachen Größenwahn: Im Kern sollte das bereits 500 Tonnen schwere Eisenbahngeschütz Dora mit einer Stahlpanzerung ummantelt und mit mehreren U-Boot-Motoren motorisiert werden. Das Gewicht dieses Ungetüms hätte dann schätzungsweise 1500 Tonnen betragen. Die Bewaffnung sollte aus einer einzigen 80-Zentimeter-Kanone bestehen, der größten und schwersten jemals gebaute Kanone mit einer Reichweite von rund 50 Kilometern. Das Projekt wurde Anfang 1943 von Albert Speer eingestellt, der erkannte, dass es für solche Land-Levianthane keine taktische Aufgabe in einem Krieg gibt.

Foto: Deutsche Eisenbahngeschütze - Gerhard Taube
8 / 39

Porsches Mammut-Maus: Ständig bastelten die Deutschen am ultimativen Superpanzer, wie etwa dem Projekt Nummer 205, der den Namen "Mammut" gehabt haben soll: Ein Stahlkoloss von zehn Metern Länge, dessen Turm, versehen mit je einem 12,8- und einem 7,5-Zentimeter Geschütz, hoch wie zwei Mann war. Historisch verbürgt ist, dass das 188 Tonnen schwere Gefährt zu Tarnzwecken ironisch in "Maus" umgetauft wurde.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
9 / 39

Rollender Bunker: Das 188 Tonnen schwere Gefährt zu Tarnzwecken, ironisch in "Maus" umgetauft, sollte als rollender Bunker dienen. Doch trotz 1200 PS Dieselantrieb hätte der Panzer ohnehin nur in Schleichfahrt von 11 km/h durchs Gelände kriechen können. Wenn der Mäuse-Mammut nicht gleich in den Boden eingesunken wäre: Der bis dahin schwerste aller Panzer, der deutsche "Tiger", wog gerade mal ein Drittel so viel.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
10 / 39

Reste einer gesprengten "Maus": Über Testfahrten auf dem Gelände der Heereswaffen-Versuchsanstalt bei Sperenberg kamen die beiden Prototypen nicht hinaus. Aufgrund der Material- und Treibstoffknappheit, wurde der Panzer nicht mehr eingesetzt. Ein Exemplar wurde zerstört. Die letzte "Maus" befindet sich im russischen Panzermuseum in Kubinka.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
11 / 39

Das Riesen-Geschütz: Das Eisenbahngeschütz "Dora" macht sich feuerbereit. Die Kanone verschoss Granaten mit einem Kaliber von 80 Zentimetern und konnte nicht in einem Stück transportiert, sondern musste jedesmal neu zusammengesetzt werden. Zum Aufbauen der Schienen und der Kanone brauchte man über 2000 Mann und sechs Wochen Zeit. Deshalb wurde 1942 überlegt ein solches Geschütz als 1500 Tonnen schweres Kettenfahrzeug zu konstruieren, das sich selbstständig fortbewegen kann.

Foto: Deutsche Eisenbahngeschütze - Gerhard Taube
12 / 39

Rekordwagen mit Flugzeugmotor: Im Herbst 1936 beschließt die Daimler-Benz AG, das schnellste Automobil der Welt zu bauen. Sein Name: T 80. Auf Initiative des Rennfahrers Hans Stuck und in Zusammenarbeit mit dem Konstruktionsbüro Ferdinand Porsches wird ein Fahrzeug der Superlative geplant. Mit 550 Stundenkilometern soll es den bestehenden Geschwindigkeits-Weltrekord brechen. Als Antriebsaggregat ist ein Flugzeugtriebwerk mit ursprünglich 1000 PS vorgesehen, das jedoch auf 3000 PS hochgetuned wird.

Foto: Mercedes Museum Stuttgart
13 / 39

Mercedes-Rekordwagen: Der Mercedes-Benz T 80 wirkt nicht nur wie ein Auto aus der Comicstadt Gotham City, auch seine Leistung mutet fast unwirklich an. Vier Hinterräder treiben das Silbergeschoss mit 3000 Pferdestärken voran. Der Rekordwagen sollte 1940 über 600 Stundenkilometer erreichen. Durch den Ausbruch des Krieges wurde der Wagen jedoch nie eingesetzt.

Foto: Mercedes Museum Stuttgart
14 / 39

U-Boot mit Kettenantrieb: Die Entwicklung des Seeteufels begann im Jahr 1944. Das Kleinst-U-Boot hatte auf der Unterseite des Kiels einem Kettenantrieb ähnlich dem eines Panzers. Anstatt im Wasser zu Schwimmen sollte es auf dem Meeresgrund herumfahren. Warum ist immer noch fraglich. Der einzige Prototyp dieser "Wunderwaffe" wurde nach dem Ende des Krieges bei Lübeck gesprengt.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
15 / 39

Der fliegende Panzer: Dieses auf einer russischen Webseite gefundene Foto soll den legendären fliegenden Panzer zeigen. Basierend auf Studien des amerikanischen Wissenschaftlers J. Walter Christie entwickelte der Russe Oleg Konstantinovich Antonov Anfang der vierziger Jahre abnehmbare Flügel für einen Gleitpanzer, der von seinem Trägeflugzeug aus eigenständig zurück auf die Erde segeln sollte. Das A-40 KT getaufte Modell war ein eher bizarrer Versuch, leichte Tanks zur Unterstützung von Luftkampfverbänden oder Partisanen einzufliegen. Ob der Flugpanzer wirklich - wie dieses Bild suggeriert - frei wie ein Vogel auf die Erde zurückschwebte, kann getrost bezweifelt werden. Doch russische Quellen behaupten steif und fest, zumindest einen Jungfernflug am 2. September 1942 habe es gegeben. Andere Quellen sprechen vom 7. August. Doch es ist unwahrscheinlich, dass Fahrwerk und Aufhängung die hohe Belastung bei der Landung aushalten konnten. So oder so - das Programm wurde eingestellt.

16 / 39

Das Monorad-Dreirad: Dieser Entwurf einer zivilen Version des Ein-Rad-Panzers findet sich auf dem Cover des amerikanischen Magazins "Popular Science" vom November 1933.

17 / 39

Schienenzigarre mit Heck-Propeller: Der "Schienenzeppelin" war ein Propeller-Triebwagen, der 1929 von Franz Kruckenberg entwickelt wurde. Auf dem Bild ist er ein Jahr später auf einer Versuchsstrecke zwischen Hannover und Celle zu sehen. Er erreichte Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde und war damit so schnell wie ein ICE von heute.

18 / 39

Zigarre mit Flugzeugpropeller: Der von Franz Kruckenberg entworfene Schienenzeppelin wurde durch einen ohrenbetäubend lauten 600 PS starken BMW-Flugzeugmotor angetrieben. So war auch das Anhängen von zusätzlichen Waggons nicht möglich. Zudem war er nicht in der Lage rückwärts zu fahren und konnte so nicht Sackbahnhöfe ansteuern.

Foto: ullstein bild
19 / 39

Nachbau des Raketenmotorrades von Opel: Der Rennsport-Enthusiast Fritz von Opel will auf der Rekordstrecke bei Freiburg den Geschwindigkeitsrekord auf dem Motorrad angreifen. Er beabsichtigt das Fahrzeug auf etwa 120 Stundenkilometer zu beschleunigen. Dann werden sechs Pulverraketen mit insgesamt 30 Kilogramm Sprengstoff über ein Fußpedal stufenweise gezündet. Doch zur Rekordfahrt sollte es nicht kommen. Die Behörden untersagen aus Sicherheitsgründen den Einsatz des Raketenmotorrades.

Foto: Opel Classic Archiv
20 / 39

Die Einrad-Revolution: Wer Einräder liebte, der wählte im 19. Jahrhundert als klassisches Fortbewegungsmittel das Hochrad (rechts). Direkt daneben ist die Evolution des Einrads zu bestaunen. Im Monorad sitzt Walter Nilsson, der Erbauer dieses Modells.

Foto: Getty Images
21 / 39

Kuriosität auf Ketten: Der unbemannte Scheinriese "Goliath"war gerade einmal 56 Zentimeter hoch. Ab 1942 konnte er elektronisch ferngesteuert eine bis zu 60 Kilogramm schwere Ladung Sprengstoff transportieren.

Foto: Panzermuseum Munster
22 / 39

Geflügelte Panzer: Schon 1932 wollte der in den USA weitgehend erfolglose Ingenieur J. Walter Christie hoch hinaus. Mit einer neuen revolutionären Aufhängung erreichten von ihm entworfene Panzer eine Geschwindigkeit von über 100 Kilometer in der Stunde. Was lag da näher als dem Hochgeschwindigkeitstank Flügel anzuschrauben.

23 / 39

Weltrekord in der Wirtschaftskrise: 1931 erreichte das Aluminiumgeschoss mit Luftschraubenantrieb auf der Strecke Hannover-Celle 230 Kilometer in der Stunde. Am 21. Juni 1931 fuhr das Fahrzeug in nur 98 Minuten die Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Ein ICE ist heute auch nicht schneller.

24 / 39

Riesen-Einrad: Das Bild zeigt das Cover des "Popular Science"-Magazins vom Mai 1932. Dieses äußerst stabile Einrad wurde von seinem Erfinder J. H. Purves "Dynosphere" getauft. Das Exoskelett ist aus mit Gummi beschichtetem Stahl (500 Kilogramm) und es fiel auch im Stehen nicht um - dafür konnte man es kaum steuern.

25 / 39

Mysteriöser deutscher Kugelpanzer: Im russischen Panzermuseum in Kubinka bei Moskau kann man diesen deutschen Kugelpanzer bewundern. Der Ein-Mann-Spähpanzers soll am Ende des 2. Weltkriegs von der roten Armee erbeutet worden sein. Ob es sich hierbei tatsächlich um einen kuriosen Prototypen handelt, ist historisch nicht verifizierbar. Sicher scheint aber, dass dieses Fahrzeug eine famose Fehlentwicklung ist. Schon bei der kleinsten Unebenheit wäre der Kugelpanzer einfach umgekippt und liegen geblieben.

Foto: Panzermuseum Kubinka
26 / 39

Huckepack in die Lüfte: Die Sowjets waren von der Idee eines fliegenden Panzers regelrecht besessen: Bereits Mitte der Dreißiger Jahre entwickelten russische Ingenieuren den T 27, einen mit 2,7 Tonnen äußerst leichten Minipanzer, der unter schwere Bombern des Typs Tupolev geschnallt, durch die Luft transportiert und hinter feindlichen Linien abgeworfen werden konnte. So war zumindest der Plan. Denn auch wenn der Panzer bei solchen Sturzflügen meist relativ unbeschädigt blieb - der Besatzung erging es nicht so gut.

27 / 39

Ein Prototyp auf Tauchstation: Die Probefahrt des U-Boot-Schnellboot-Hybriden soll so gefährlich gewesen sein, dass die Seeberufsgenossenschaft je Besatzungsmitglied eine Lebensversicherung von 100.000 Reichsmark gefordert hat, berichtet der Autor Richard Lakowski in "U-Boote Geheim".

Foto: Heel-Verlag
28 / 39

Kugelpanzer auf Texanisch: Ein rollender Riesenball stellte für einen texanischen Erfinder die Zukunft des Panzerbaus dar - zumindest wenn man dem Cover des Magazins "Popular Science" aus dem Juli 1936 glauben darf. Details, wie man einsteigen kann, interessierten anscheinend nicht. Das spektakuläre Design hat zumindest die Fantasiegefährte aus "Star Wars" stark beeinflusst.

29 / 39

Einrad-Panzer mit Stützrädern: Das Bild zeigt einen Artikel des Technikmagazins "Popular Science" vom November 1933. Diese abstruse Erfindung geht auf den New-Yorker Angel Garcia Gutierrez zurück und wurde tatsächlich als Patent angemeldet. Es blieb jedoch bei Entwürfen, ein Einradpanzer wurde nie gebaut. Kein Wunder: Trotz Stützrädern hätte das Gefährt schon bei leichten Bodenwellen die Stabilität verloren.

30 / 39

Die Torpedo-U-Boot-Kreuzung: Kaptain Nemo und die Nautilus lassen grüßen. Das Patent von 1938 geht auf einen Berliner Zahnarzt zurück. Doch der Versuch ein Schnellboot mit einem U-Boot zu kreuzen schlug fehl.

Foto: Heel-Verlag
31 / 39

Minipanzer: Der pragmatische, dabei nicht weniger absurde Gegenentwurf zur Gigantomanie der Nazi-Ingenieure kam aus England. Der britische Hang zur Exzentrik gebar einen Ein-Mann-Mini-Panzer. Die ersten Modelle schraubte Sir Gifford Martel 1925 noch im Eigenbau in seiner Garage zusammen. Die Fahrzeuge kamen im Zweiten Weltkrieg jedoch nur als Transporter zum Einsatz.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
32 / 39

Waffenstarrender Riesenflummi: Mit mehreren Maschienengewehren bewaffnet sollte der Kugelpanzer regelrecht über Gräben hinweghüpfen. Mit der Realität hatte der Entwurf, der im Juli 1936 im "Popular Science" Magazin vorgestellt wurde, wenig zu tun.

33 / 39

Absurde Konstruktionen: Mit einer begeisterten Naivität bejubelten Magazine, wie hier "Modern Mechanics" vom Juli 1932 neue technische Ideen - egal wie absurd diese schienen. So plante der exzentrische Panzeringenieur J. Walter Christie seinen Hochgeschwindigkeitspanzer mit Flügeln für den Gleitflug auszustatten. Da die Amerikaner kein Interesse zeigten verkaufte Christie die Idee nach Russland.

Foto: Redaktion einestages
34 / 39

Wie ein Bienenschwarm ...: Der britische Gegenentwurf zur Gigantomanie waren die Ein-Mann-Mini-Panzer "Carden-Loyd" und "Morris-Martel". Wie ein Bienenschwarm sollten die Soldaten mit kleinen, mobilen und schnellen Gefährten von gerade einmal 1,6 Tonnen Gewicht und den Ausmaßen eines VW-Käfer-Cabrios, feindliche Linien durchbrechen und für Verwirrung sorgen.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
35 / 39

Ferngesteuerter Zwergpanzer: Der Verwendungszweck des gerade einmal 400 Kilogramm schweren deutschen Minipanzers Goliath (1,5 Meter lang und einen halben Meter hoch) war es, Bunker, feindliche Stellungen oder sogar Panzer aus sicherer Entfernung zu sprengen. Da der Fernlenktank seine Ladung nicht absetzen konnte, ging das komplette Fahrzeug mit in die Luft.

Foto: Panzermuseum Munster
36 / 39

Zwitter aus Schiff und Panzer: Der Land-Wasser-Schlepper sollte für amphibischen Landungen in England eingesetzt werden. Damit die bis zu 20 Mann Besatzung auch über den Ärmelkanal kamen, verpasste man dem Panzerfahrgestell einfach einen Bootsaufbau. Zur Fortbewegung im Wasser waren am Heck zwei große Schiffsschrauben befestigt. Insgesamt wurden sieben schwimmfähige Prototypen hergestellt.

Foto: Verlagsgruppe Köhler-Mittler
37 / 39

Schluckspecht und Stahlgigant: Mit einem Gewicht von fast 200 Tonnen verkörpert der Panzer den Begriff "fahrender Bunker" nahezu idealtypisch. Auch seine Geschwindigkeit ließ zu wünschen übrig. Mit gerade einmal 15 km/h war eher Schleichfahrt angesagt. Auch der Benzinverbrauch von 2525 Litern auf 100 Kilometern machte die "Maus" nicht nur zum schwersten, sondern mit Abstand auch zum durstigsten Panzer.

38 / 39

Träume von Landkreuzern: Schon im Jahr 1903 phantasierte H. G. Wells in seiner Erzählung "Die Landpanzerschiffe" im "Strand Magazin" von landgängigen Schlachtschiffen auf Ketten. Von Stahl gewordenen Schreckensvisionen träumten später auch andere. Im Juni 1942 legte die Firma Krupp Hitler ihre Pläne für einen 1500 Tonnen-Panzer vor. Als Bewaffnung sahen die Ingenieure ein solches rund 50 Meter langes Eisenbahngeschütz vor.

Foto: Deutsche Eisenbahngeschütze - Motorbuchverlag
39 / 39

Flugauto auf der Deutschen Luftfahrtausstellung: Auch die Berliner Ambi-Budd-Werke hoben auf die neue Technikgläubigkeit ab. Der Auto und Flugzeugzulieferer präsentierte 1932 als Werbegag für eine Luftfahrtmesse in der Hauptstadt den Prototypen eines fliegenden Autos. Die Synthese aus Helikopter und Straßenwagen startete natürlich niemals durch.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?