Netflix-Serie über Völkermord "Horror ist nicht relativ"
"Es fühlte sich an, wie auf Reispapier zu gehen, immer wieder brach ich zu neuen Wahrheiten durch", sagt "Black Earth Rising"-Schöpfer Hugo Blick. Hier: Szene aus "Black Earth Rising" mit John Goodman und Michaela Coel
"Horror ist nicht relativ. Wir müssen des Massenmordes an den Tutsi gedenken, aber wir müssen auch an die Grausamkeiten erinnern, zu denen es danach gekommen ist." - Ruandische Flüchtlinge 1994 an der Grenze zu Tansania.
Szene aus "Black Earth Rising": Anwältin Ashby versucht von Großbritannien aus, Licht ins Dunkel zu bringe.
"Die ruandische Regierung versucht, die Erzählung über die Ereignisse von 1994 zu kontrollieren; sie instrumentalisiert den Genozid, um damit den politischen Pluralismus zu unterdrücken." - Juristin Kate Ashby beginnt in der Serie eine lange, unwägbare Recherche.
"Die ruandische Regierung versucht die Erzählung über die Ereignisse von 1994 zu kontrollieren", sagt Blick. Hier zu sehen: Fischer bergen in Uganda Leichen, die ein Fluss aus Ruanda angespült hat.
"Das ist ja kein abgeschlossenes Kapitel": Michael Ennis und Kate Ashby auf dem Weg ins Londoner Anwaltsbüro
"Wer die Regierung infrage stellt, leugnet automatisch den Massenmord." Völkerrechtsanwältin Eve Ashby, die Adoptivmutter von Kate, scheut keine schwierigen Auseinandersetzungen mit Ruanda.
"Es besteht die große Hoffnung, dass es die Produzenten und Künstler schaffen, mithilfe von Streaming-Plattformen wie Netflix neue, weltweite Verbreitungsformen zu finden", sagt Blick über den afrikanischen Fernsehmarkt.