Blick zurück auf 68 - DER SPIEGEL
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Blick zurück auf 68 "Wir hätten über uns selbst gelacht"

Kindermangel, Familienkrise, Werteverfall - und Schuld haben die 68er? Ein Wochenende lang haben 16 Rebellen von damals darüber gestritten, was aus ihnen geworden ist. Und warum die Gesellschaft sich völlig anders entwickelt hat, als sie sich das vorgestellt hatten.
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Nackter Protest: Happening an der Pädagogischen Hochschule Bremen

Foto: Jochen Mönch
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Mann am Megafon: Christoph Köhler in der Aula des Alten Gymnasiums in Bremen während einer Schulbesetzung

Foto: Jochen Mönch
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Unter dem Banner der Revolution: Demonstrieren geht über Studieren - und auch über jede Schulstunde. Weil es in Bremen seinerzeit noch keine Universität gab, übernahmen in der Hansestadt vor allem Schüler die Rolle von handelnden Subjekten und Trägern der Weltrevolution.

Foto: Jochen Mönch
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Lifestyle à la '68: Proletariermütze, Fusselbart und selbstgedrehte Halfzware-Zippen - das Lebensgefühl der '68er war frei von Fitneskult noch Markenwahn.

Foto: Jochen Mönch
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Konfrontation auf der Straße: Da blieb kein Auge trocken: Um die Weltrevolution voranzutreiben, war auch schon mal der Einsatz von Eiern oder Mehl gegen die Staatsmacht angezeigt - gelegentlich auch der von Steinen.

Foto: Jochen Mönch
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Trautes Zwiegespräch: Der Dialog zwischen Alt und Jung wurde in den Sechzigern zunehmend schwierig - angesichts des Kasernentons vieler Altvorderen rüstete die Jugend auch schon mal kommunikativ auf - wie hier bei einer Besetzung des Lehrerzimmers des Alten Gymnasiums in Bremen 1968.

Foto: Jochen Mönch
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Haupt- und Nebenwidersprüche: Die richtige politische Einordnung mancher Entwicklungen forderte die ganzen dialektischen Fähigkeiten junger Sozialisten.

Foto: Jochen Mönch
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Skeptischer Blick nach vorn: Die spätere Anwältin Ingeborg Lösekann als Schülerin in den sechziger Jahren.

Foto: Hans Michael Kloth
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Besetzer im Persianer: Der spätere Stadtteilbürgermeister Robert Bücking (l.) als Schüler im Pelzmantel seiner Mutter bei einer Schulbesetzung

Foto: Jochen Mönch
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Junge Revolutionärin: Die Aktivistin des "Sozialistischen Schülerbundes" (SBB) und spätere Journalistin Irmela Hannover auf dem "Festival der Jugend" in Dortmund.

Foto: Hans Michael Kloth
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Geblümter Beat-Look: Die spätere Journalistin Tissy Bruns als Jugendliche. Von den Anfängen als Maoistin führte sie ihr politischer Weg Anfang der Siebziger in den MSB Spartakus und zur DKP, aus der Bruns im Juni 1989 austrat. Sie arbeitete als Journalistin für "taz", "Welt" und "Tagesspiegel" und wurde in den Neunzigern als erste Frau Vorsitzende der Bundespressekonferenz.

Foto: Hans Michael Kloth
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In der ersten Reihe: Die spätere Grünen-Politikerin Krista Sager trägt bei einer Demonstration ein Transparent gegen das KPD-Verbot.

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Wolf Leschmann: Die alten Männer Mao und Marx mutierten zu Helden der Jugend, der sozialistische Gruß zur gern genutzten Provokation der Bürger. Wolf Lerchmann fing sich wegen seines "antiautoritären" Verhaltens eine glatte "Sechs" in Mathe als "Verhaltenszensur" ein. Mit Genossen sprengte er die Zeugniskonferenz.

Foto: Hans Michael Kloth
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Bernhard Docke: Der spätere Rechtsanwalt Berhard Docke als Schüler. Am humanistischen Alten Gymnasim in Bremen engagierte er sich im Sozialistischen Schülerbund (SSB). Er wurde später als Anwalt des deutschen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz bekannt.

Foto: Hans Michael Kloth
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Ungeplanter Zwischenstop: Der sogenannte "Bremer Straßenbahnstreik" gegen Fahrpreiserhöhungen war für viele Bremer Schüler die Initiation als politische Aktivisten. Wie man erkennt, waren durchaus auch Busse betroffen.

Foto: Jochen Mönch
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?