Blutmond "Es war arschkalt"
Trotz klirrender Kälte wagten sich auch viele Leserinnen und Leser von SPIEGEL ONLINE am Montagmorgen nach draußen, um das seltene Blutmondspektakel nicht zu verpassen. Frühaufsteher wie unser Leser Thomas Kern wurden mit einer guten Sicht belohnt: Dieses Foto stammt aus Wildeshausen und wurde aus 20 Einzelaufnahmen von etwa 6:20 Uhr zusammengefügt.
Es sei "arschkalt" gewesen, als er auf den Rheinwiesen stehend über den Fluss fotografiert habe, schreibt Renko Lambertus über die Bedingungen während seines Schnappschusses. Das Foto zeigt den Blutmond über den Kranhäusern von Köln.
Fotos vom Blutmond sehen dann doch oft sehr ähnlich aus, schrieb uns Gerhard Graf. Schon beim letzten Blutmond im Juli 2018 hat der Leser aus Königstein fotografiert - deshalb hatte er sich diesmal etwas neues überlegt. Für seinen "digitalisierten Blutmond" schoss er in Königstein mehrere Fotos und montierte sie anschließend in Photoshop.
Zu einer solchen Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond kommen. Sonne, Erde und Mond liegen dabei genau auf einer Linie - der Mond verschwindet im Kernschatten der Erde. Diesmal befand er sich dort länger als eine Stunde.
Die rote Farbe entsteht bei dem Ereignis, weil rote Lichtstrahlen in der Erdatmosphäre gebrochen und Richtung Mond gelenkt werden. Zusätzlich sorgen Staub, Asche und Gasteilchen für das orange- bis kupferfarbene Leuchten. Das Bild stammt von Stefan Hense und wurde in Aachen gemacht.
Die Collage von Simon Dannhauer zeigt den Verlauf des Blutmondspektakels. Bei den Aufnahmen sei es so kalt gewesen, dass er das Objektiv seiner Kamera extra mit einer Heizmanschette ummantelte, um ein Einfrieren zu verhindern, schreibt unser Leser aus Rösrath nahe Köln.
Auf dem Dach des fürstbischöflichen Schlosses in Münster grüßt die Siegesgöttin Nike den Blutmond. Rainer Albrecht machte die Aufnahme.
In Blockland, im Bremer Stadtbezirk West, wirkt der Blutmond dunkler als in anderen Regionen Deutschlands. Das ist zumindest der Eindruck auf dem Foto unseres Lesers Florian Bertzbach.
Eine Stunde lang hat Jochen Heim nach eigenen Angaben rund um das Hambacher Schloss im Süden von Rheinland-Pfalz aus gen Himmel fotografiert.
Zwischen 5:40 und 6:20 Uhr entstanden diese Aufnahmen aus einem Dachgeschoss in Neulußheim nahe Mannheim. Fotografiert wurde mit einem Teleobjektiv.
Uwe Hauck hat den Blutmond in Dresden vom Elbufer aus über dem Hotel Maritim, dem Landtag und dem Congress-Centrum inszeniert. Viel Zeit blieb ihm für seine Aufnahmen aber nicht, wie er schreibt. "Leider verschwand der Mond bald im Dunst."
Wer den Blutmond verpasst hat, muss sich übrigens etwas gedulden: Ähnlich gute Bedingungen wie am Montag gibt es erst wieder an Silvester 2028. Allerdings wird es im Sommer am 21. Juli eine partielle Finsternis geben. Dabei wird nur ein Teil des Mondes verdeckt. Wir bedanken uns bei allen Lesern für ihre Fotos - besonders auch bei denen, deren Bilder wir nicht alle zeigen konnten.