BMW i3 Der Zeit voraus
BMW i3: Seit Monaten geisterten Computerzeichnungen des ominösen "MegaCity Vehicle" von BMW durch die Öffentlichkeit, nun beendete das Münchner Unternehmen die Spekulationen und stellte in Frankfurt erstmals die künftige Form des Elektro-Kleinwagens vor - in Gestalt der Fahrzeugstudie i3 Concept.
Revolution bei BMW: Damit auch wirklich jeder mitkriegt, dass BMW nun auch umweltverträglichere Autos baut, wurde im Frühjahr die Submarke BMW i gegründet. Die ersten beiden Modelle dieser neuen Produktlinie sollen der Kleinwagen i3 (rechts) und der Hybridsportwagen i8 (links) sein.
Geschliffener Würfel: Der BMW i3 sieht tatsächlich neu und anders aus als andere Kleinwagen. Auch das Format ist ungewöhnlich, denn das 3,85 Meter lange Auto ist von Außenspiegel zu Außenspiegel 2,01 Meter breit und 1,54 Meter hoch.
Bequemer Zustieg: Die Türen öffnen gegenläufig und geben praktisch die gesamte Flanke des BMW i3 frei. Weil es keine B-Säule gibt und der Boden des Autos völlig eben ist, lässt sich das Ein- und Aussteigen ohne jegliche Verrenkungen bewerkstelligen.
Weniger ist die Zukunft: So schlicht und klar sieht das Interieur des BMW i3 aus. Schaltknauf, Handbremshebel oder eine Mittelkonsole gibt es nicht mehr. Über den zentralen Knopf zwischen den Vordersitzen lässt sich die Bordelektronik steuern, alle anderen Tasten sind auf dem Lenkrad oder drumherum angeordnet.
Scheinbare Schwerelosigkeit: Ein Blick auf die Kehrseite des BMW i3. Dort gibt es eine transparente Heckklappe mit scheinbar unsichtbar darin befestigten Rückleuchten. Der Anschluss für das Ladekabel sitzt hinten rechts.
Aus zwei mach' eins: Das sogenannte Drive-Modul des BMW i3 besteht aus Aluminium und birgt die komplette Antriebstechnik. Das Life-Modul wiederum wird komplett aus Karbon gefertigt. Insgesamt ergibt diese Mischbauweise ein Fahrzeuggewicht von 1250 Kilogramm, was dem Elektroantrieb sehr entgegenkommt.
Schicke Grafiken: Auf dem brillanten Bildschirm in der Mitte der Armaturentafel spielt sich großes Autokino ab - gesteuert vom zentralen Befehlsknubbel zwischen den Vordersitzen. Hier etwa eine 3-D-Darstellung der Reichweite und damit auch des noch verfügbaren Stroms in den Lithium-Ionen-Akkus.
Flott unterwegs: Der Elektromotor des BMW i3 sitzt im Heck und leistet 170 PS. Als Höchstgeschwindigkeit sind 150 km/h vorgesehen. Weil die batterieelektrische Reichweite nach BMW-Angaben etwa 130 bis 160 Kilometer betragen wird, soll das Auto auch mit einem Range Extender angeboten werden. Das Benzinaggregat würde bei leeren Akkus während der Fahrt Strom produzieren.
Ideal zum Fensterln: Die Seitenscheiben reichen weit bis in die Türen hinunter und eröffnen so ganz neue Ein- und Ausblicke. Zudem prägt diese Gestaltung vor allem die Seitenansicht des kommenden Elektroautos von BMW.
Preisrätsel: Was der BMW i3 kosten soll, wenn er 2013 auf den Markt kommt, ist noch unklar. Die Spekulationen reichen von knapp unter 30.000 Euro bis weit über 40.000 Euro. Und selbst dann, sagen Branchenkenner, werde BMW mit dem Auto keinen Euro verdienen.
BMW i8: Etwa ein halbes Jahr nach dem Kleinwagen BMW i3 soll mit dem Sportwagen i8 das zweite Modell der BMW-Submarke i auf den Markt kommen. Das Auto mit nach vorn und oben schwenkenden Türen verfügt über einen insgesamt 354 PS starken Hybridantrieb aus Dreizylinder-Benzin- und Elektromotor, soll in weniger als 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 preschen und im Schnitt lediglich 2,7 Liter Sprit verbrauchen.