Bodenfelde: Jan O. gesteht - DER SPIEGEL
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Bodenfelde Jan O. gesteht

Der mutmaßliche Mörder zweier Teenager in Bodenfelde soll ein Kannibale sein. In einem schriftlichen Geständnis hat der 26-Jährige zugegeben, Körperteile eines seiner Opfer gegessen zu haben. Ab Mittwoch kommender Woche steht Jan O. in Göttingen vor Gericht.
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Jan O. wird am 26. November 2010 von Justizbeamten aus dem Amtsgericht in Northeim geführt. Der 26-Jährige hat vor dem Ermittlungsrichter gestanden, die 14-jährige Nina und den 13 Jahre alten Tobias getötet zu haben. Ein Sprecher des Göttinger Landgerichts bestätigte nun, dass der Angeklagte auch kannibalistische Handlungen in einem schriftlichen Geständnis eingeräumt hat.

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Jan O. (rechts) mit einem Kumpel. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat O. in seinem Geständnis umfassende Angaben zum Motiv für die Taten gemacht. O. hat ausgesagt, dass Nina seine Annäherungsversuche abgewehrt habe und er ihr Schreien verhindern wollte. In einem schriftlichen Geständnis habe der Angeklagte nun geschildert, wie er dann Fleischstücke abgebissen habe, sagte Gerichtssprecher Jakubetz. Tobias sei später in der Nähe des Orts gewesen, wo Ninas Leiche lag. In dieser Situation habe O. sich entdeckt gefühlt und deshalb Tobias umgebracht.

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Der Tatverdächtige Jan O. vor dem Amtsgericht Northeim am 23. November: "Wir sind uns absolut sicher, dass wir die richtige Person haben", sagte Hartmut Reinicke, der Leiter der Mordkommission.

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Ende November nahmen Freunde, Verwandte und viele Einwohner aus Bodenfelde bei einer Trauerfeier Abschied von der getöteten Nina.

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In diesem Internetforum soll Jan O. Kontakt zu jungen Frauen gesucht haben.

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Jan O. soll, so der Ermittlungsstand der Polizei, auf den Internetseiten mit seinem Arbeitslosenstatus geprahlt haben.

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Pressekonferenz in Northeim: Staatsanwaltschaft und Polizei gaben am Vormittag des 24. November Details zu den Ermittlungen bekannt.

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Der Göttinger Oberstaatsanwalt Hans Hugo Heimgärtner (v.l.), der Leiter der Polizeidirektion Northeim-Osterode, Hans Walter Rusteberg, und der Leiter der Mordkommission "Rechen", Hartmut Reinecke, zeigten sich erleichert über die schnelle Aufklärung des Falls.

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Andacht für die getöteten Jugendlichen: Mehr als 600 Menschen waren am 23. November zur Andacht in Bodenfelde gekommen.

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Trauernde vor der evangelischen Kirche in Northeim: "Die Menschen trauten sich in der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus", beschrieb Northeims Polizeichef Hans Walter Rusteberg die Stimmung in dem Ort.

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"Tobi, wir werden dich nie vergessen! Deine Klasse 8c", heißt es auf einem Zettel vor der Heinrich-Roth-Gesamtschule, die die beiden Jugendlichen besuchten.

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Göttinger Bereitschaftspolizisten in Bodenfelde: Mit Hochdruck fahndeten die Ermittler nach dem Täter.

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Flatterband der Polizei nahe des Fundorts der Leichen: Nach Angaben der Ermittler wurden die beiden Jugendlichen dort auch umgebracht.

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Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr bauten wenige Stunden nach dem zweiten Mord am Rande des Wäldchens, in dem die Leichen gefunden worden waren, Lichtanlagen für die Spurensicherung auf.

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Vor der Schule, die die beiden Jugendlichen besucht hatten, hingen die Flaggen auf halbmast.

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