Bombenfund Experten sprengen Blindgänger
Sprengung einer Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg: Ein Feuerball steigt am Dienstagabend in der Nähe der Münchner Freiheit auf.
Die kontrollierte Sprengung verlief glimpflich, niemand wurde verletzt. Am Mittwochmorgen wurden Teile des gesperrten Bereichs im Stadtteil Schwabing wieder freigegeben. Die ersten Bewohner durften noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren.
Kleinere Feuer konnten schnell gelöscht werden. Wie sich später herausstellte, hatte sich Stroh entzündet, das aufgebaut worden war, um den Druck bei der Detonation zu verringen. Die brennenden Ballen wurden durch die Luft gewirbelt und setzten mehrere Dachstühle in Brand.
Die Detonation der Fliegerbombe war am späten Dienstagabend in ganz München zu sehen. Bei der Explosion wurden Fensterscheiben der anliegenden Häuser in Schwabing zerstört, mehrere Dachstühle gingen in Flammen auf.
Die Entschärfung des 250-Kilo-Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg bereitete dem Team vom Kampfmittelräumdienst um Diethard Posorski am Dienstag Probleme.
Guenter Sobieralski (l.) und Andreas West: Die beiden Sprengmeister von der Kampfmittelbeseitigungsfirma
Vor der kontrollierten Sprengung wurde die Bombe mit Sandsäcken bedeckt.
Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) lobte die "unglaubliche Gelassenheit" der Bevölkerung.
Eine Helferin des Bayerischen Roten Kreuzes begleitet eine Anwohnerin in eine provisorische Notunterkunft.
Mitarbeiter des Roten Kreuzes bereiten provisorische Schlafstellen vor.
Die Evakuierungszone rund um den Fundort hat einen Radius von einem Kilometer.
Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr stehen am Dienstag in der Nähe der U-Bahn-Station Münchner Freiheit.
Die Bewohner der evakuierten Häuser können bis auf weiteres nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Rund 2500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.
Der Blindgänger wurde am Montag bei Bauarbeiten im Stadtteil Schwabing gefunden.
Anfangs hatte es geheißen, die Bombe werde bei Tagesanbruch kontrolliert gesprengt, weil es dann hell genug sei. Schließlich erfolgte die Detonation erst am Dienstagabend gegen 22 Uhr.