Bombenkrieg - DER SPIEGEL
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Bombenkrieg Tod aus heiterem Himmel

"Du wirst doch nie alt!", schmeichelte Jakob Cahn seiner Frau Meta beim Spazierengehen in Mainz. Wenige Minuten später passierte die Tragödie: Die Stadt wurde Opfer eines der ersten Fliegerangriffe im Ersten Weltkrieg. Das Ereignis wurde Literatur - und markierte den Beginn einer neuen Art der Kriegsführung im 20. Jahrhundert.
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Französischer Eindecker: Aus offenen Flugzeugen wie diesem französischen Eindecker wurden die ersten Bomben im Ersten Weltkrieg per Hand abgeworfen.

Foto: Getty Images
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Nach dem Bombenangriff vom 9. März 1918: Ein unbekannter Fotograf hat die Detonationsstelle der Fliegerbombe vom 9. März 1918 dokumentiert. Links befindet sich das Haus, vor dem die beiden Dienstmädchen starben, und rechts die Lebensmittelhandlung von Friedrich Gallei. Meta Cahn kam etwas weiter rechts ums Leben. Deutlich erkennbar ist in der Bildmitte die halbkreisförmiger Stelle, wo der Sprengkörper einen Teil des Trottoirs abriss und wo sich heute die Gedenkstelle befindet.

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Das Grab von Meta Cahn: Das Grab von Meta Cahn ist das einzige, das von den damaligen Opfern erhalten ist - auf dem neuen jüdischen Friedhof in Mainz. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurden die Toten beerdigt, Oberbürgermeister Dr. Göttelmann und Rabbiner Dr. Bondi sprachen am Sarg. Meta Cahns Vater sprach die Worte "Ich danke dem Allmächtigen, der mir ein solches Kind geschenkt und bis heute erhalten hat!"

Ihre Tochter Margarete, die keine persönlichen Erinnerungen an ihre Mutter hat, fuhr später oft mit dem Fahrrad an das Grab, wenn es ihr nicht gut ging.

Foto: Christoph Bathelt
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Die Gedenkstelle in der Adam-Karrillon-Straße: Historische Gedenkstelle des Bombenangriffs vom 9. März 1918 (Kalkstein-Halbkreis am Bordsteinrand, mit Kreuz markiert) und die Stele anlässlich des 75. Jahrestages (rechts).

Foto: Christoph Bathelt
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Denkmal zum Bombenangriff: Aus Kalksteinen gebildeter Halbkreis (Durchmesser ca. 30. cm) an der Stelle, an der am 9. März 1918 eine Fliegerbombe einschlug und ein Dutzend unschuldige Menschen in den Tod riss.

Foto: Christoph Bathelt
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Stele für die Opfer des Bombenkriegs: Die Stele erinnert seit 1993 an die Opfer in der Adam-Karrillon-Straße bei der Bombardierung Mainz' im Ersten Weltkrieg.

Foto: Christoph Bathelt
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Britischer Bomber, ca. 1917: Eine viermotorige Handley-Page HP 1500 für strategische Ferneinsätze im Ersten Weltkrieg.

Foto: Ralf Blank
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"Englandflieger": Deutsche Postkarte aus dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) mit eine Bomber vom Typ Gotha. Aufschrift: "Deutsches Riesen-Flugzeug (Englandflieger)".

Foto: Ralf Blank
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Alliierte Bomber: B-17- Flugzeuge werfen am Ende des Zweiten Weltkriegs Bomben auf deutsche Kommunikationsstützpunkte bei Chemnitz in der Nähe von Dresden.

Foto: AP
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Guernica nach dem Angriff: Nach dem Angriff der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg sind drei Viertel des baskischen Städtchens Guernica zerstört. Diese neue Art der Kriegsführung mit massenhaften Zivilopfern hatte seinen Anfang im Ersten Weltkrieg.

Foto: AP
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Atombombentest: Dieses Foto des US-Verteidigungsministerium zeigt einen Atombombentest im April 1954. Eine derartige Explosion zerstörte im August 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und beendete den Zweiten Weltkrieg.

Foto: REUTERS
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Hiroshima nach der Explosion: Am 6. August 1945 wurde die japanische Stadt Hiroshima das Ziel der ersten Atombombe. Von Hiroshima blieben nur Trümmer und Verwüstung, 90 Prozent der Stadt waren zerstört.

Foto: AP
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