Bootsunglück in Missouri Tragödie auf dem Table Rock Lake
Tia Coleman, Überlebende des Bootsunglücks auf dem Table Rock Lake in Missouri, sprach vom Krankenbett aus mit US-Medien.
Unter Tränen berichtetet sie, dass sie neun Familienmitglieder verlor, als am Donnerstag ein Ausflugsboot während eines Sturms sank.
Bei dem Unglücksboot handelte es sich um ein Amphibienfahrzeug vom Typ Stretch Duck 07, das sowohl schwimmen als auch an Land fahren kann. Es ist ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg, das 1944 gebaut wurde. 36 Passagiere haben darin Platz.
Zwar soll ein zweites Boot gleichen Typs bei dem Sturm sicher das Ufer erreicht haben. Dennoch stand das Amphibienfahrzeug wegen Sicherheitsbedenken in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik.
"Ich habe all meine Kinder verloren. Ich habe meinen Mann verloren. Ich habe meine Schwiegermutter und meinen Schwiegervater verloren", sagte Coleman nach dem Unglück dem Fernsehsender Fox59. Am Ufer des See versammelten sich Menschen, um gemeinsam um die insgesamt 17 Opfer zu trauern.
In der Kirche vor Ort wurde eine Gedenkfeier abgehalten. Zwar seien die Passagiere vor der Abfahrt darüber informiert worden, dass ein Unwetter aufziehe, sagte Coleman. Der Kapitän habe aber erklärt, dass sie keine Rettungswesten benötigen würden.
Der Betreiber Ripley Entertainment äußerte sich bisher nicht zu möglichen Unglücksursachen. Der Webseite des Unternehmens war zu entnehmen, dass es 20 sogenannte Duck Boats in Betrieb hat. Alle entsprächen den Sicherheitsstandards.