Børge Mogensen Hohe Handwerkskunst, klassisches Design
Der Spanish Chair ist das wohl bekannteste Möbelstück des dänischen Designers Børge Mogensen. Der 1958 entworfene Stuhl ist ein raffiniertes Kunstwerk, das vielerlei vereint: hohe Handwerkskunst in der Fertigung mit einem klassischen, völlig schnörkellosen Design.
Børge Mogensen schaffte es vom Schreinerlehrling zu einem bedeutendsten skandinavischen Möbeldesigner.
Mogensen wollte Möbel schaffen, die die von der deutschen Besatzung gebeutelte Bevölkerung beim Aufbruch in eine neue Zeit unterstützen sollten. Dazu gehörten für ihn auch Schulmöbel.
Sowohl seine Sitzmöbel als auch seine Regalserien orientieren sich strikt an den Maßen des Menschen, aber auch jener Sachen, mit denen dieser sich umgibt.
Den Windsor-Stuhl gab es auch mit einer zu den Armlehnen heruntergezogenen Rückenlehne.
Seine Gruppenausstellungen mit der dänischen Tischlerinnung brachten ihm Ende der Dreißigerjahre den Durchbruch. Diesen Stuhl entwarf er für eine Ausstellung 1949.
"Mein Ziel ist es Dinge zu erschaffen, die dem Menschen dienen und ihm die Kontrolle geben, anstatt den Menschen an die Dinge anzupassen", beschrieb Børge Mogensen einmal seine Designphilosophie.
Seine Ideen notierte er auf Streichholzschachteln, Servietten oder alten Umschlägen.
Das Spokeback-Sofa entwarf Børge Mogensens bereits 1945, produziert wurde es aber erst ab 1963. Das Sofa gilt neben dem Spanish Chair als der bekannteste Mogensen-Entwurf. Die linke Armlehne ist an Lederriemen verstellbar und erlaubt so eine Liegestellung.
Die Schrankserie Boligens Byggeskabe ist eine Gemeinschaftsarbeit von Børge Mogensen und Grethe Meyer.
Beispiel für eine von Mogensen entworfene Tapete aus dem Jahr 1938.
Das bei Hatje Cantz erschienene Buch "Børge Mogensen - Möbel mit Format" gibt einen guten Überblick über das Schaffen des Dänen, der gemeinsam mit seinen Kollegen - und Mitschülern - Hans J. Wegner und Finn Juhl dem skandinavischen Wohnen der Gegenwart wichtige Impulse gab.