Borgward-Comeback Zurück zu altem Ruhm?
Heute kann man es sich kaum noch vorstellen, aber dank der Modelle Hansa und Isabella belegte die Marke Borgward in den frühen Fünfzigerjahren Platz 3 bei den deutschen Neuzulassungen. Anfang der Sechzigerjahre ging das Unternehmen aus Bremen jedoch pleite - man hatte sich mit der Produktpallette überhoben.
Christian Borgward, Enkel des Firmengründers, belebte die Marke mit chinesischer Hilfe jüngst wieder. Nun soll mit dem Borgward BX7 das Comeback auf dem deutschen Markt gelingen - per Onlinevertrieb und Wartung bei der Werkstattkette A.T.U.
Wie kein anderes Auto steht der Trabant für das automobile Erbe der DDR. Mehr als drei Millionen Fahrzeuge wurden bis 1991 bei Sachsenring in Zwickau produziert.
2009 sorgte der Trabant nT auf der IAA für Aufsehen. Als Elektroauto konzipiert und mit Retrodesign versehen sorgte der Wagen für jede Menge Aufsehen auf der Messe - es blieb aber bei einem Prototypen.
Als Beispiel für eine erfolgreiche Markenreanimation gilt Bugatti. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren feierte die Firma mit ihren Sportwagen große Erfolge. Der Zweite Weltkrieg ruinierte den französischen Hersteller jedoch.
Nach einem erfolglosen Wiederbelebungsversuch in den Neunzigerjahren gehört die Marke seit 1998 zu Volkswagen. Produziert wird seitdem wieder im elsässischen Molsheim, das aktuelle Modell Chiron muss sich mit 1500 PS und 420 km/h Höchstgeschwindigkeit nicht vor seinen berühmten Ahnen verstecken.
Die Schwalbe, gebaut im thüringischen Suhl, war eine Erfolgsgeschichte auf zwei Rädern: Von 1964 bis 1986 wurde der Roller mehr als eine Million mal gebaut, heute sind noch rund 150.000 auf Deutschlands Straßen unterwegs.
Seit 2017 ist die Schwalbe zurück, diesmal allerdings elektrisch - und kommt nun aus dem Westen: Hergestellt wird sie statt vom Fahrzeug- und Jagdwaffenkombinat "Ernst Thälmann" von Govecs, einem Hersteller von E-Rollern aus München.
Mit der Marke Datsun verbinden Autoliebhaber vor allem Klassiker wie den 240 Z. Dabei ist die Marke der älteste noch existierende Autohersteller Japans und gehört erst seit 1934 zu Nissan. Bis 1986 nutzte Nissan den Markennamen für den Export, innerhalb Japans wurde Datsun preislich unterhalb Nissans positioniert.
2012 gab Nissan bekannt, die Marke als günstige Alternative für die Märkte in Indien, Russland, Südafrika und Indonesien wiederzubeleben. Das erste Modell wurde der auf dem Nissan Micra basierende Datsun Go.
Maybach begann ursprünglich als Motorenhersteller, wurde in den Zwanzigerjahren jedoch zu einem der exklusivsten Autohersteller der Welt. Modelle wie der DS8 Zeppelin mit seinem Aluminium-V12 gehörten zu den luxuriösesten Autos ihrer Zeit.
1960 kaufte Mercedes die Maybach-Motorenwerke und versuchte von 2002 bis 2013 erfolglos, die Marke wiederzubeleben. 2018 präsentierte Mercedes ein Konzept einer Stufenheck-Limousine von Maybach für den chinesischen Markt - Zukunft ungewiss.
Der Melkus RS 1000 war der einzige Sportwagen der DDR. Zwischen 1969 und 1979 entstanden 101 Exemplare des Mittelmotorsportwagens auf Basis des Wartburg 353.
Der RS2000 sollte den "DDR-Ferrari" beerben, 2009 hatte "Melkus Sportwagen" auf der IAA den 270 PS starken und rund 115.000 Euro teuren RS2000 präsentiert. Das 2006 gegründete Unternehmen meldete jedoch 2012 Insolvenz an.
Der englische Hersteller MG wurde mit kleinen Sportwagen wie dem Midget groß. Von 1994 bis 2000 gehörte MG als Teil der Rover-Gruppe zu BMW, konnte allerdings nicht an vergangene Erfolge anknüpfen. 2005 musste die MG Rover Group Konkurs .
Der chinesische Hersteller Nanjing kaufte MG 2005, wurde wenig später aber selbst von SAIC übernommen. Der chinesische Hersteller belebte die Marke neu, mit Modellen wie dem MG3 sollte der Durchbruch auf dem chinesischen und dem britischen Markt gelingen, die Erfolge blieben jedoch überschaubar: 2017 wurden nur rund 4.500 MG-Autos in Großbritannien verkauft.