Boris Becker: Stationen einer Karriere - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Boris Becker Stationen einer Karriere

Es ist ein ständiges Auf und Ab: Boris Becker war als jüngster Wimbledon-Champion früh ganz oben. Gescheiterte Ehen, Negativschlagzeilen über Geschäftliches kratzten am Image.
1 / 24

Nach Bekanntwerden seiner Trennung von Ehefrau Lilly bedankt sich Boris Becker für die Unterstützung von Fans und Freunden. "Ich bin überwältigt und sehr berührt von all den positiven/lieben/emotionalen Botschaften an mich...", schrieb der 50-Jährige in der Nacht auf Mittwoch bei Twitter. Er habe "wirklich noch ein paar Freunde! Vielen Dank", fuhr er fort.

Foto: Ina Fassbender/ dpa
2 / 24

Lilly und Boris Becker bei einer Sportgala Ende Februar in Monaco: Seit Mitte 2009 waren das Model und der ehemalige Tennisspieler verheiratet. Nun hat sich das Paar getrennt. Für Boris Becker ist es ein weiterer Wendepunkt eines ereignisreichen Lebens.

Foto: imago/ Peter Seyfferth
3 / 24

Turtelnd bei "Wetten, dass...?": Im Februar 2009 war das Paar zu Gast in der Unterhaltungsshow - damals waren die beiden noch nicht verheiratet.

Foto: © Ina Fassbender / Reuters/ REUTERS
4 / 24

Am selben Tag fand auch die standesamtliche Trauung statt - ebenfalls in St. Moritz.

Foto: Sean Gallup/ Getty Images
5 / 24

2012 schaute das Ehepaar im Deutschen Haus bei den Olympischen Spielen in London vorbei.

Foto: Marius Becker/ dpa
6 / 24

Und auch bei "Wetten, dass...?" ließen sich die Beckers wieder blicken - im Dezember 2013 in Augsburg.

Foto: Sven Hoppe/ dpa
7 / 24

Fast wie zu Hause: Zum Tennisturnier von Wimbledon hat Becker eine ganz besondere Verbindung - 2016 schaute er sich mit seiner Frau das Finale zwischen Andy Murray und Milos Raonic an.

Foto: Julian Finney/ Getty Images
8 / 24

Am 7. Juli 1985 wurde Becker schlagartig zum deutschen Sporthelden - durch seinen Wimbledonsieg im Alter von 17 Jahren. Er besiegte im Finale den Südafrikaner Kevin Curren 6:3, 6:7, 7:6, 6:4. Es war der Beginn einer unglaublich erfolgreichen Tenniskarriere.

Foto: Getty Images
9 / 24

Auf dem Tennisplatz feierte Becker zahlreiche Triumphe. Nach seinem Sieg bei den Australian Open 1991 wurde er die Nummer eins der Weltrangliste. Ein Jahr später gewann Becker zusammen mit Michael Stich Olympiagold in Barcelona. 1988 hatte er mit dem deutschen Team erstmals den Davis Cup geholt.

Foto: Rick Stevens/ AP
10 / 24

Beckers aktive Karriere endete dort, wo sie einst so furios begann: auf dem Centre Court in Wimbledon, seinem "Wohnzimmer". Am 1. Juli 1999 verlor er sein Achtelfinalmatch gegen den Australier Patrick Rafter 3:6, 2:6, 3:6 - Beckers letztes Spiel. Allein an Preisgeld hatte er in seiner Karriere mehr als 25 Millionen Dollar verdient. Abseits des Platzes sollte er in den folgenden Jahren weniger Erfolge feiern.

Foto: DAVE CAULKIN/ Associated Press
11 / 24

Privates Glück: Im Dezember 1993 heiratete Becker seine Frau Barbara. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, die Söhne Noah Gabriel (Jahrgang 1994) und Elias Balthasar (1999).

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
12 / 24

Doch die Ehe hielt nur gut sieben Jahre. Im Januar 2001 wurden Boris und Barbara Becker in München geschieden. Die Scheidung soll ihn laut "Bild"-Zeitung rund 15 Millionen Euro gekostet haben soll.

Foto: ALEXANDER FICHTEL/ Associated Press
13 / 24

Im Sommer 1999 hatte Becker seine schwangere Frau mit Angela Ermakova betrogen. Bei der kurzen Affäre zeugte er die uneheliche Tochter Anna (Jahrgang 2000), was Becker zunächst bestritt, nach einem Vaterschaftstest jedoch zugab: "Ich übernehme die Verantwortung und werde für die kleine Anna sorgen." Hier sind Mutter und Tochter im März 2007 bei einer Schönheitsmesse in Düsseldorf zu sehen.

Foto: RENE TILLMANN/ AP
14 / 24

Als Werbefigur war Becker schon während seiner Tenniskarriere begehrt. Und auch danach erhielt er diverse Verträge. Kultstatus erlangte sein AOL-Spot. "Häh, bin ich da schon drin, oder was?" - "Ich bin drin!" - "Das ist ja einfach!"

Foto: FABIAN BIMMER/ ASSOCIATED PRESS
15 / 24

Das Landgericht München verurteilte Becker im Oktober 2002 wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 1,7 Millionen Euro zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Nach Auffassung des Gerichts hatte Becker in den Jahren 1991 bis 1993 zwar offiziell seinen Wohnsitz im Steuerparadies Monaco, tatsächlich habe er aber seinen Lebensmittelpunkt in München gehabt. Zudem wurde er zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro verurteilt, außerdem sollte Becker 200.000 Euro Geldbuße als Bewährungsauflage an verschiedene karitative Einrichtungen zahlen.

Foto: JAN PITMAN/ Associated Press
16 / 24

Wenig erfolgreich verlief Beckers Beteiligung am Internetportal Sportgate, das 2001 Insolvenz musste. Der Insolvenzverwalter forderte daraufhin 1,5 Millionen Euro von Becker. Das Oberlandesgericht München verurteilte ihn schließlich zu einer Zahlung von 108.000 Euro.

Foto: JAN PITMAN/ ASSOCIATED PRESS
17 / 24

Mehrere Jahre lang war die Tennislegende Werbeträger von PokerStars.de, einer Onlineplattform für Pokerspieler. Becker nahm auch an Profiturnieren teil. Insgesamt soll er mehr als 100.000 Dollar an Preisgeld gewonnen haben.

Foto: Miguel Villagran/ ASSOCIATED PRESS
18 / 24

Becker und die Frauen: 2008 war er für 83 Tage mit Sandy Meyer-Wölden verlobt, dann kam es zur Trennung. Zuvor hatte er einige kurze Beziehungen, unter anderem mit Sabrina Setlur.

Foto: Alexander Hassenstein/ Getty Images
19 / 24

2009 heiratete Becker Lilly Kerssenberg. Das Paar bekam 2010 den Sohn Amadeus - nun ist die Ehe gescheitert.

Foto: Felix Hörhager/ dpa
20 / 24

Am Tiefpunkt dürfte Beckers Ansehen in Deutschland wohl 2013 gewesen sein. Im Zusammenhang mit seiner zweiten Autobiografie "Das Leben ist kein Spiel" war von einer "deutschen Tragödie" und von "Selbstdemontage" die Rede. Später bezeichnete Becker das Werk im SPIEGEL als Fehler. Zu allem Überfluss lieferte sich Becker auch noch einen Twitter-Zoff mit Oliver Pocher, der in einer Art TV-Duell mündete - peinliche Bilder mit Fliegenklatschen-Schlappohren inklusive. "Natürlich weiß ich: Nicht jeder meiner Auftritte, zum Beispiel im deutschen Fernsehen, war gut. Einige waren nicht so gut", sagte Becker jüngst.

Foto: Rolf Vennenbernd/ picture alliance / dpa
21 / 24

Dieser Job brachte Becker eine Menge Anerkennung zurück: Als Trainer von Novak Djokovic strafte er alle Skeptiker Lügen. Der Serbe gewann 2016 erstmals die French Open, hielt damit alle vier Grand-Slam-Titel gleichzeitig und war unangefochten die Nummer eins. Ende Dezember beendeten die beiden ihre Zusammenarbeit, die Becker rund eine Million Dollar pro Jahr eingebracht haben soll.

Foto: Dennis Grombkowski/ Getty Images
22 / 24

Becker arbeitet derzeit als Kommentator für den TV-Sender Eurosport. In diesem Job hatte er zuvor bereits langjährige Erfahrung bei der BBC gesammelt. Als Fernsehexperte überzeugte Becker mit klugen Analysen.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
23 / 24

Becker ist momentan als TV-Experte bei den French Open in Paris für Eurosport im Einsatz.

Foto: Hannes Magerstaedt/ Getty Images
24 / 24

Zuletzt hatte Becker auch wegen seiner Finanzen Schlagzeilen gemacht - unter anderem gab es einen Rechtsstreit mit einem früheren Geschäftspartner. Becker widersprach Berichten, wonach er pleite sei.

Foto: NEIL HALL/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?