Boris Johnson Der begnadete Populist
Churchill-Statue in London: Der große Staatsmann zählt zu Johnsons Lieblingsthemen
Johnson am Morgen nach der Abstimmung, nach seinem Sieg, der ihm aller Wahrscheinlichkeit nach das Amt des Premierministers bescheren wird.
Johnson mit seiner Frau Marina Wheeler auf dem Weg zur Stimmabgabe. Noch vor einem Jahr konnte er wenig mit dem Thema Brexit anfangen.
Johnson, hier beim einem Leave-Auftritt, wusste, dass er eine Art außerparlamentarischer Bewegung brauchte, um wieder groß in der Politik mitspielen zu können.
Also machte er sich die Brexit-Kampagne zu eigen und zeigte sich einmal mehr als Mann des Volkes.
Auch in seiner Zeit als Bürgermeister zeigte sich bereits: Johnson kann die Gefühle und Wünsche vieler seiner Landsleute lesen und artikulieren wie kein anderer Politiker seiner Generation auf der Insel.
Johnsons ewiger Rivale, David Cameron, ist ihm bekannt seit der Mitgliedschaft beider in der studentischen Trinker- und Snobgemeinschaft, dem Bullingdon Club von Oxford.
Der studierte Altphilologe Johnson hat die besten Schulen und Internate des Landes besucht, er versteht sich mit der Londoner Oberschicht und findet sich ebenso in der englischen Provinz zurecht.