Abschied von Boris Nemzow Trauer, Wut, Entsetzen
Kerzen für Boris Nemzow: Tausende Menschen nahmen am Dienstag Abschied von dem ermordeten Oppositionspolitiker, der in den Räumen des Sacharow-Zentrums aufgebahrt war.
Viele der Trauernden brachten rote Blumen mit, die sie zum Gedenken an Nemzow vor dem Sacharow-Zentrum niederlegten.
Verwandte und Freunde am offenen Sarg Nemzows. Der Kreml-Kritiker wurde in der Nacht zum Samstag auf einer Brücke vor den Mauern des Kreml erschossen.
Sargträger bringen Nemzows sterbliche Überreste zur Trauerfeier in Moskau. Der erschossene Politiker soll auf dem Moskauer Trojekurowo-Friedhof begraben werden.
Weinender Mann am Rande eines Trauermarsches: Tausende Menschen kamen anlässlich Nemzows letztem Geleit. Der Kreml entsandte jedoch keinen prominenten Vertreter zu der Zeremonie.
Ein Großaufgebaut der Polizei bewacht die Trauerfeier in Moskau - während Menschen hinter Absperrungen darauf warten, an Nemzows Sarg dem Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Zur Trauerfeier kam auch der US-Botschafter in Moskau, John F. Tefft. US-Präsident Barack Obama sagte: "Die Tat spiegelt ein Klima innerhalb Russlands wider, in dem die Zivilgesellschaft, kritische Journalisten und Internet-Nutzer sich zunehmend bedroht und eingeschränkt fühlen."
Ebenfalls unter den Trauergästen: Rüdiger Freiherr von Fritsch, deutscher Gesandter in Moskau. Auch Botschafter anderer EU-Staaten waren zur Zeremonie gekommen.
Unter den Trauenden waren auch Boris Jelzins Witwe, Naina Yeltsina, und ihre Tochter Tatyana Yumasheva (l.). Unter Jelzins Präsidentschaft war Nemzow zwischen 1997 und 1998 Vize-Ministerpräsident der Russischen Föderation.
Eine Kerze für Nemzow: Die Menschen standen Schlange, um sich von dem bekannten Politiker zu verabschieden.
Nach der Trauerfeier wurde der Sarg mit Nemzow zur Beerdigung zum Trojekurowo-Friedhof getragen.
Auch in anderen Ländern trauern viele Menschen um Nemzow - so wie hier vor den Mauern der russischen Botschaft in London.
Nemzow-Anhänger mit dessen jüngstem Buch "Die Beichte eines Rebellen". Der liberale Oppositionelle hatte immer wieder öffentlich die Staatsführung unter Präsident Wladimir Putin scharf kritisiert.
Die Anteilnahme am Tod des 55-Jährigen war groß: Schon in den vergangenen Tagen legten Trauernde Blumen, Karten und Schilder an der Brücke vor dem Kreml nieder, wo Nemzow erschossen wurde.
Sie war an der Seite Nemzows, als die tödlichen Schüssen ihn in den Rücken trafen: die Ukrainerin Anna Durizkaja. Die 23-Jährige durfte mittlerweile nach Kiew ausfliegen.