Borneo: Alptraum im Paradies - DER SPIEGEL
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Borneo Alptraum im Paradies

Uralte Regenwälder, seltene Tierarten, eindrucksvolle Orang-Utans: Die Insel Borneo ist ein einzigartiger Flecken Natur. Einer, der massiv bedroht ist. Vor allem der majestätische Regenwald schwindet in Rekordzeit - für Öl, Gold oder Ölpalmen.
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Ein unberührter Regenwald im malaysischen Schutzgebiet Danum Valley. Lianen winden sich um bis zu 70 Meter hohe Bäume aus der Familie der Flügelfruchtgewächse. Biologen haben auf Borneo mindestens 15.000 verschiedene Pflanzenarten gezählt. Viele Tierarten gibt es nur hier.

Foto: Mattias Klum © National Geographic
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Der sechsjährige "Mugi" läuft zutraulich an der Hand des Menschen, der ihn beschützt. Er gehört zu den 500 Orang-Utan-Waisen, die im Nyaru Menteng Orangutan Rescue Center im indonesischen Teil von Borneo versorgt werden. Diese Menschenaffen sind vom Aussterben bedroht. In den vergangenen 50 Jahren ist ihre Population um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Foto: Mattias Klum © National Geographic
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Dichtes Gestrüpp dämpft das Kreischen der Kettensägen in Sarawak. Holzfäller suchen hier nach Bäumen, die groß genug sind und Gewinn bringen. Borneo gehört zu drei Staaten: Indonesien, Malaysia und Brunei, daher ist die Überwachung des Holzhandels schwierig. Naturschützer fordern ein grenzüberschreitendes Management.

Foto: Mattias Klum © National Geographic
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Wege und Terrassen – das ist alles, was von diesem Regenwald in den Hügeln von Sarawak blieb. Statt ökologischer Vielfalt wird es hier künftig eine Monokultur aus Ölpalmen geben. Diese Bäume bringen so viel Gewinn, dass auf Borneo mittlerweile 33.000 Quadratkilometer mit ihnen bepflanzt sind – eine Fläche ungefähr von der Größe Nordrhein-Westfalens.

Foto: Mattias Klum © National Geographic
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Fotograf Mattias Klum sagt im Interview auf SPIEGEL ONLINE: "Auf Borneo ging die Gefahr eher von den Menschen als von den Tieren aus. Wir waren nicht immer willkommen, als wir illegale Regenwald-Abholzungen fotografierten. Manchmal mussten wir flüchten."

Foto: Lars-Magnus Ejdeholm
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"Die Holzindustrie - ehemals eine Goldgrube - ist kollabiert. Viele Leute sind nun arbeitslos, die Kluft zwischen arm und reich ist größer geworden. Es gibt viel illegale Abholzung und Korruption - mit verheerenden Folgen für die Regenwälder."

Foto: Lars-Magnus Ejdeholm
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"Ich hatte das Gefühl, dass all das dokumentiert werden musste. Die Regenwälder verschwinden so schnell." zum vollständigen Interview...

Foto: Samuel Svensäter
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