Borussia Dortmund in der Einzelkritik - DER SPIEGEL
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BVB in der Einzelkritik Gündogans Geniestreiche, glückloser Aubameyang

Mann des Spiels in Mönchengladbach: Mit einem Tor und einem Assist war Ilkay Gündogan maßgeblich am Sieg von Borussia Dortmund beteiligt. Henrich Mchitarjan drehte in der zweiten Hälfte auf.
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Roman Bürki, Tor: Wehrte einen komplizierten Ball gegen Ibrahima Traoré ab (48. Minute). Sein vielleicht wichtigster Beitrag zum Sieg bestand aber in langen Bällen, von denen der BVB ungewohnt viele schlug. Nicht aus Ratlosigkeit, sondern offenkundig als Mittel, um das Gladbacher Pressing zu überspielen. Einer dieser Bälle landete vor dem 1:0 über die Zwischenstation Ilkay Gündogan beim Torschützen Marco Reus. Ein starker Torwart, ebenso souverän wie vielseitig.

Foto: AP/dpa
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Lukasz Piszczek, Abwehr: Galt als Kandidat für die Ersatzbank, denn Matthias Ginter hatte in der Vorbereitung den stärkeren Eindruck hinterlassen. Nun bildete der Pole gemeinsam mit Reus eine extrem starke rechte Seite. Hinten überzeugend und vorne präsent.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
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Sokratis, Abwehr: Übernahm die Rolle des robusten Haudraufs, der dem filigranen Dortmunder Ensemble aus Strategen und Technikern sehr gut tat. Ein kleiner Tritt hier, ein kleiner Schubser da, und zur Not auch mal eine zünftige Grätsche waren ein wertvolles Element im Spiel des BVB.

Foto: Lars Baron/ Bongarts/Getty Images
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Mats Hummels, Abwehr: Imponierte in der Rolle des Anführers. Traf viele wichtige Entscheidungen im Spielaufbau, machte fast keinen Fehler beim Verteidigen, und leitete mit einer starken Balleroberung das 2:0 ein. Ein Spiel in EM-Form.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP
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Joo-Ho Park, Abwehr: Ist in dieser guten Dortmunder Mannschaft weiterhin ein Schwachpunkt. Immerhin erledigte er seine Defensivaufgaben meist solide, aber in der Offensive spielt er ohne jede Risikobereitschaft. Und vor Raffaels 1:2 verteidigte er viel zu überstürzt.

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Julian Weigl, Mittelfeld: Hatte nicht ganz so viele Ballkontakte wie sonst, weil die Dortmunder das Mittelfeld oft mit langen Bällen überbrückten. Wenn seine Passkünste dann gefragt waren, spielte er klug, souverän und präzise, und als es hektischer wurde, gewann er auch einige wichtige Zweikämpfe.

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Ilkay Gündogan, Mittelfeld: Verpasste ein paar Mal den richtigen Moment für den Vertikalpass in die Spitze, seine Vorlage vor dem 1:0 durch Reus war dann aber brillant. War extrem präsent als Initiator von Angriffen, und als es am Ende eng wurde, brillierte er auch als hingebungsvoller Zweikämpfer. Krönte seine insgesamt überragende Leistung mit dem Treffer zum 3:1.

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Gonzalo Castro, Mittelfeld (bis 70. Minute): Verrichtete vor allen Dingen Fleißarbeit. Lief Räume zu, spielte viele einfache Pässe. Wenn er aber die Möglichkeit hatte, echte Offensivakzente zu setzen, kam meist zu wenig. Als Teil eines homogenen Gewinnerteams funktionierte er aber gut.

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Matthias Ginter, Abwehr (ab 70. Minute, rechts): Kam für Castro in die Partie und half, den Vorsprung über die Zeit zu retten.

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Marco Reus, Mittelfeld (bis 70. Minute): Hat eine beschwerdefreie Vorbereitung hinter sich und hofft auf ein großes Jahr mit dem Höhepunkt Europameisterschaft. Der Anfang war schon mal gut: Das 1:0 schoss er mit der faszinierenden Zielstrebigkeit und der Klarheit, die sein Spiel in den besten Zeiten kennzeichneten. Das zweite Tor bereitete er mit einem schönen Pass auf Henrich Mchitarjan vor.

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Erik Durm, Abwehr (ab 70. Minute): Er kam für Reus. Und wie Ginter sollte auch Durm in der Schlussphase mit absichern, er erledigte seinen Job mit Fleiß und Seriosität.

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Henrich Mchitarjan, Mittelfeld: Spielte auf der ungewohnten linken Seite und blieb dort lange blass, weil der BVB meist über den anderen Flügel angriff. Nutzte dann aber sehr kühl die Chance zum 2:0 (51.).

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Pierre-Emerick Aubameyang, Angriff: Spielte auch gegen die beiden Treffer von Robert Lewandowski vom Freitag. Und der Stürmer, der die Torschützenliste trotz der beiden Tore des Konkurrenten aus München weiter anführt, hatte gute Gelegenheiten, seinen Vorsprung wieder auszubauen. Hätte das Spiel in der 73. Minute mit dem Tor zum 3:1 entscheiden müssen, aber irgendwie war es nicht der Abend des Gabuners.

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Adrián Ramos, Angriff (ab 76. Minute): Ersetzte den glücklosen Aubameyang, hatte aber keine entscheidenden Momente mehr.

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