Boston Light Ältester Leuchtturm der USA wird 300
Boston Light auf Brewster Island: Eineinhalb Hektar Fels und eine Schönheit von Leuchtturm - und jede Menge Meer drumherum.
Für diesen 300. Geburtstag des Bauwerks hat sich Sally Snowman, 65, in Schale geworfen: Am Abend wird das Licht des Turms gelöscht, um dann symbolisch "per Hand" angeworfen zu werden - einst die vornehmste Aufgabe der Leuchtturmwärter.
Licht in der Nacht: 27 nautische Meilen weit ist das Licht des Leuchtturms zu sehen. Von der Antike bis zu Vor-GPS-Zeiten die wichtigste Technologie, mit deren Hilfe Seeleute sich an den Küsten orientierten.
Das Wärterhaus: Snowman lebt nicht im Turm selbst, sondern im Gebäude daneben. Es ist von April bis Oktober ihr Heim und zugleich ihr Amtssitz: Snowman ist die letzte hauptamtliche Turmwärterin der USA.
Und eine verrückte Nudel, die zu allerlei Spässchen bereit ist: Ihre Freizeit, sagt sie, verbringe sie mit Kunst, Singen und Trommeln. Nebenbei schreibt sie ab und zu ein Buch.
Gruß auf See hinaus: Brewster Island liegt dem Hafen von Boston rund 15 Kilometer vorgelagert, wie zahlreiche andere kleine Inseln.
Seemannsbeine: Auch eine Leuchtturmwärterin muss wissen, was sie tut, wenn Boote anlanden. An emsigen Sommerwochenenden kommen bis zu 200 Besucher auf "ihre" Insel.
Schärenküste: Leuchttürme zeigen nicht nur generell die Richtung an, sondern machen auch klar, wo genau man sich befindet. Das ist gerade dann wichtig, wenn eine Küste so zerklüftet ist, ihre Wasser so mit Inseln und Riffen durchsetzt sind.
Sally und ihr Ehemann James "Jay" Thomson: Er ist ehrenamtlicher Hilfs-Leuchtturmwärter, die beiden haben 1994 auf der Insel geheiratet. Im Sommer 2016 erschien ihr drittes gemeinsam verfasstes Buch - "Boston Light".
"Werft mir was zu essen ab", sagt Sally Snowman, "und ich bleibe für immer."