Botschaften auf der Brust Schau mir auf mein Shirt, Baby
Keine Milch! Das Shirt zur Lewinsky-Affäre. Auf dem Stempel oben links steht, sie sei das "offizielle Luder des Oral Office".
Umschreibungs-Objekt: Den Schriftzug einer Weltmarke zu klauen und mit einer anderen Message zu veredeln, ist ein altbewährter T-Shirt-Gag. So wurde hier aus "Trink Coca-Cola - Registered Trademark" der verführerische Erfrischungsvorschlag "Trink Bier auf Hawaii".
Shirt-Nerds: Die Brüder Marc (l.) und Patrick Guetta betreiben seit über zehn Jahren den Laden "World of Vintage Tee Shirts" in der Melrose Avenue in Los Angeles. Nun haben Sie ihrer Leidenschaft den Bildband "Vintage T-Shirts" gewidmet.
Atomkraft? Ein Bier, bitte: "24 leere Raketenrohre, ein Atompilz" - darauf kann man sich schon mal ein kühles Blondes gönnen.
Polizei-Alarm: Schon als Teenager handelte Patrick Guetta mit T-Shirts. Doch erst dieses Muscle-Shirt von der Nordamerika-Tour der Band Police 1983 machte ihn zum Sammler. "So ein T-Shirt konnte man nicht verkaufen. Das war meine Jugend, das war Teil meines Lebens."
Für Naturburschen: Als "Beaver Patrol" werden in den USA Gruppen von Halbstarken, auf der Suche nach weiblichem Anschluss bezeichnet. Der "Beaver" ist in diesen meist angetrunkenen Kreisen die umgangssprachliche Ausdruck für das weibliche Geschlecht. Das T-Shirt ist aber auch ohne dieses Background-Wissen witzig.
Shirt bis auf die Knochen: Das Skeletthemd ist ein weiterer Klassiker unter den Shirt-Ikonen. Hier in der beschrifteten Variante für Medizinstudenten im Ersten Staatsexamen.
Einen Bären aufgerüstet: Dieses Shirt macht erst auf den zweiten Blick Sinn - oder doch nicht?
Armee-Fetischisten mit Witz und einem unerschütterlichen Glauben an das Jenseits tragen dieses modische Statement: "Marines sterben niemals. Sie fahren nur zur Hölle um sich neu zu gruppieren."
"Oh-hohohoho ... just hangin' tough!": Wie sich die Zeiten ändern. Ende der Achtziger galt das Tragen eines T-Shirts der milchgesichtigen Boyband New Kids On The Block als absoluter Offenbarungseid - heute ist es fast schon wieder cool. Naja, fast.
Ja ja, deine Mutter: Die Träger dieses Modells suchten offenbar Streit.
Politik auf Baumwollstoff: Im November 1986 wurde die Iran-Contra-Affäre aufgedeckt, in die der damalige US-Präsident Ronald Reagan verwickelt war. Der bissige Kommentar als Aufdruck folgte umgehend. "Er ist dreist, er ist verrückt" - er ist Iranbo.
Bat-Brust: Nerd-Humor im Endstadium. Wer dieses Shirt trägt, hat die Hoffnung aufgegeben, noch eine Frau kennenzulernen.
Berühmtes Gürteltier: Bei manchen Motiven muss man schon drunter schreiben, wer drauf sein soll.
Minnesota, deine Mücken: In dem Bundesstaat im Norden der USA gibt es über 10.000 Seen - eine perfekte Brutstätte für die pieksenden Nervensägen. So wird in diesem Mückenparadies jeder zum unfreiwilligen Blutspender. Die Einheimischen nehmens mit Humor und machten aus der Mücke ein Maskottchen.
Nebenwirkung - Jugenderinnerungen: Obacht! Wer dieses T-Shirt trägt, darf sich nicht wundern, wenn Männer um die Dreißig spontan beginnen, die "Knight Rider"-Melodie zu summen.
Kampfsport und Kleingedrucktes: "Vorsicht - Ich kann Karate ... und ein paar andere orientalische Wörter."
Der Tag geht, die Mordkommission kommt: Zynischer Kommentar auf die hohe Kriminalitätsrate im New York der achtziger Jahre.
Ein Shirt Geschichte: Dieser unscheinbare Druck auf Baumwolle dürfte für manche Computer-Freaks den ideellen Wert einer Lutherbibel-Erstauflage haben. Denn er erzählt von einer fernen Zeit in den siebziger Jahren, als Xerox noch eine visionäre Computerschmiede war. Heute stellt die Firma hauptsächlich Drucker und Kopierer her.
Morbider Mutterschocker: Metal-T-Shirts waren auch Ende der achtziger Jahren schon die einfachste Methode Mutti, Oma und die Tante bei der Familienfeier auf die Palme zu bringen. Hier ein Iron-Maiden-Shirt mit dem untoten Bandmaskottchen Eddie.
Teenie-Humor für Aufzugsangestellte: "Fahrstuhlführer kriegen ihn immer hoch."