Botschaftsbesetzung in Teheran - DER SPIEGEL
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Botschaftsbesetzung in Teheran Kampf um "Operation Adlerkralle"

Superstar George Clooney will den Stoff jetzt verfilmen: 444 Tage dauerte die Geiselnahme von über 50 US-Diplomaten, mit der die iranischen Mullahs 1979/80 die Supermacht USA demütigten. Die Rolle der Deutschen in dem Drama wird Hollywood wohl aussparen - zu Unrecht.
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Iraner mit US-Geisel: Eine der 52 Geiseln, die am 5. November 1979 von iranischen Studenten in der US-Botschaft in Teheran genommen wurden, wird vier Tage nach der Besetzung gefesselt und mit verbundenen Augen den Weltmedien präsentiert.

Foto: Anonymous/ AP
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Tragisches Ende einer Befreiungsaktion: Der Versuch Ende April 1980, die US-Geiseln durch ein Kommando-Unternehmen zu befreien, scheiterte im Ansatz. Schon rund 300 Meilen südlich von Teheran kollidierten ein US-Hubschrauber und ein Transportflugzeug über der Wüste - die Bilder der ausgebrannten Wracks gingen um die Welt. Es war eine der tiefsten Demütigungen für die USA im 20. Jahrhundert.

Foto: AP
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Wracks in der Wüste: Das ausgebrannte Wrack eines US-Hubschraubers in der iranischen Wüste am 27. April 1980. In der Nacht zuvor hatte sich an dieser Stelle eine Katastrophe abgespielt, als der Einsatz zur Rettung der Geiseln in der Teheraner US-Botschaft abgebrochen werden musste und dabei ein Hubschrauber und ein Transportflugzeug kollidierten. Acht Soldaten starben, zwölf weitere verletzt.

Foto: AP
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Revolutionsführer Khomeini: Ayatollah Ruhollah Chomeini war der geistige Kopf der "islamischen Revolution", die im Januar 1979 den Schah vom Thron stieß und eine schiitische Teokratie im Iran errichtete, die bis heute an der Macht ist. Chomeini selbst starb am 3. Juni 1989 im Alter von 87 Jahren.

Foto: AFP
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Wachposten am Botschaftstor: Bewaffnete Iraner bewachen am 6. November 1979, dem dritten Tag der Geiselnahme in der Teheraner US-Mission, das Tor der US-Botschaft. Erst nach 444 Tagen endete das Drama mit der Befreiung der gefangengenommenen Amerikaner.

Foto: AP
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Fahnenverbrennung in Teheran: Iranische Demonstranten verbrennen am 9. November 1979 auf der Mauer der US-Botschaft in Teheran eine amerikanische Flagge. Fünf Tage zuvor war die Mission von Studenten besetzt und die Botschaftsangehörigen als Geiseln festgesetzt worden.

Foto: AP
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Vom Thron gestoßen: Der Schah von Iran mit seiner Frau und seinen Kindern während eines Aufenthalts auf den Bahamas im April 1979. Bereits am 16. Januar 1979 hatte die Familie den Iran verlassen, nur kurz bevor Ayatollah Ruhollah Chomeini am 1. Februar im Triumph aus dem Pariser Exil nach Teheran zurückkehrte. Über deutsche Diplomaten ließ Chomeni dem Schah, der sich zur Krebsbehandlung in Texas aufhielt, eine Nachricht zukommen. Dieser weigerte sich jedoch, sie zur Kenntnis zu nehmen und starb wenig später.

Foto: AP
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SPIEGEL-Titel 18/1980: "Carters Kampf um die Geiseln"

Foto: DER SPIEGEL
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Transatlantiker im Zwiespalt: US-Präsident Jimmy Carter und der Bundeskanzler Kanzler Helmut Schmidt bei einem Treffen in Berlin am 15. Juli 1978. Die Teheraner Geiselkrise im Jahr darauf stellte die Beziehungen zwischen Washington und Bonn auf eine harte Probe. Angesichts der guten Handelsbeziehungen mit dem Iran war Kanzler Schmidt wenig begeistert von Carters Wunsch nach Wirtschaftssanktionen gegen das Mullah-Regime. Vor einer militärischen Lösung warnten die Deutschen nachdrücklich.

Foto: AP
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Anti-Terror-Einheit GSG 9: Mehrfach warnte die Bundesregierung die US-Administration vor einem Kommandounternehmen gegen Iran. Die Anti-Terror-Gruppe des Bundesgrenzschutzes hatte die Teheraner Geiselnahme im Rahmen der Ausbildung nachgestellt und war zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Befreiungsaktion nur innerhalb ersten beiden Wochen eine Chance gehabt hätte. Im Bild die GSG 9 mit Kommandeur Ulrich Wegener (l.) auf einem Bild von 1979.

Foto: dpa
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Amtseinführung von Ronald Reagan: Ronald Reagan (mit seiner Frau Nancy) bei seiner Amtseinführung als US-Präsident am 20. Januar 1981. Reagans Vorgänger Jimmy Carter war nach Ansicht mancher Beobachter im November 1980 auch wegen der ungelösten Geiselkrise abgewählt worden. Nur wenige Minuten nach der Vereidigung Reagans ließ Teheran die Geiseln dann frei.

Foto: AP
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Keine Wiederwahl des US-Präsidenten: Jimmy Carter wurde durch den Ausgang des "Unternehmens Adlerkralle" politisch schwer beschädigt.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?