Botschaftsstürmung Gewalt in Teheran
Auf dem Gelände der britischen Botschaft in Teheran steht ein Auto in Flammen. Demonstranten haben sich gewaltsam Zutritt verschafft. Die Nachrichtenagentur Reuters teilt zu ihren Bildern vom Ort des Geschehens mit, dass sie bei ihrer Berichterstattung den Restriktionen des Regimes in Teheran unterliegt und sich nicht frei bewegen kann.
Eine wütende Menge drängt in Richtung der britischen Botschaft in Teheran. Sicherheitskräfte versuchen, die heranströmenden Massen aufzuhalten.
Demonstranten verbrennen aus Protest die britische Flagge.
Zwei Männer schlagen mit Knüppeln auf die Fenster der britischen Botschaft ein.
Demonstranten haben den Metallzaun erklommen, der das Botschaftsgelände sichern soll.
Oben angekommen, entrollen die Männer Fahnen und ein Plakat, das die britische Flagge mit einem Totenkopf zeigt.
Aus dem Inneren der Botschaft hat dieser Demonstrant offenbar ein Bild der britischen Königin Elizabeth II. entwendet.
Von einem Gebäude nahe der britischen Botschaft haben die Männer eine Satellitenschüssel mitgehen lassen.
Demonstranten drängen durch den Eingang der britischen Botschaft. Und auch hier wieder der Hinweis: Ausländische Medien, also auch Bildagenturen, unterliegen iranischen Zensurgesetzen - sie sind also Beschränkungen unterworfen, wenn sie aus Teheran berichten.
Demonstranten reißen die britische Flagge herunter - Dutzende drangen auf das Botschaftsgelände vor.
Protestierende Iraner hissen die Flagge ihres Landes am Botschaftsgelände. Der staatliche Sender Irib berichtete, Studenten hätten Benzinbomben in das Gebäude geworfen, ein Auto und Dokumente angezündet.
Der Protest war laut iranischer Nachrichtenagentur Irna angekündigt - sie fand nach Angaben der Agentur am Jahrestag der Tötung des iranischen Atomwissenschaftlers Madschid Schahriari statt.
Vor dem Botschaftsgelände in Teheran kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizeikräften und den Eindringlingen. Die Demonstranten sollen "Tod für England" und "Geh weg, England" skandiert haben.
Vor einer Kette aus Sicherheitskräften schleudert ein Mitglied der Basij-Miliz einen Stein Richtung Botschaft.
Obwohl die Polizei vor Ort war, gelang es mehreren Studenten, über die Botschaftsmauer zu klettern. Mitarbeiter der britischen Vertretung mussten durch Hintertüren fliehen, berichteten Nachrichtenagenturen.