Boxer in anderen Kampfsportarten Die Fremdschläger
Ein ungewöhnlicher Kampf: Der Boxer Floyd Mayweather Jr. (l.) und der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor steigen in der Nacht zum Sonntag in den Ring. Fachfremde Kampfsportler sind jedoch keine Seltenheit, wie diese Sammlung zeigt.
James Toney war als Boxer IBF-Weltmeister im Mittel-, Supermittel- und Cruisergewicht. Am 28. August 2010 kämpfte er in der US-amerikanischen Mixed-Martial-Arts-Organisation UFC (Ultimate Fighting Championship) gegen Randy Couture. Mit wenig Erfolg: Er verlor durch Aufgabe in der ersten Runde.
Tim Hague ist ein ehemaliger UFC-Kämpfer, der im Profiboxen als Journey Man Geld verdiente. Insgesamt bestritt Hague 34 Mixed-Martial-Arts-Kämpfe, von denen er 21 gewinnen konnte, und vier Kämpfe als Profiboxer, von denen er nur einen gewann. Seit August 2015 musste der Schwergewichtler sechs K.o.-Niederlagen hinnehmen, vier davon im MMA, die letzten beiden im Profiboxen. Im Juni 2017 starb er nach einem Kampf gegen Adam Braidwood an den Folgen einer Hirnblutung.
Auch der größte Boxer der Geschichte ging fremd: Muhammad Ali war am 26. Juni 1976 amtierender WBA- und WBC-Weltmeister im Schwergewicht, als er in Tokio zu einem Kampf gegen den japanischen Wrestler Antonio Inoki antrat.
Ursprünglich sollte es ein Showkampf sein, aber Ali weigerte sich zu verlieren. Der Kampf gilt als Vorreiter des MMA, weil verschiedene Kampfsporttechniken erlaubt waren. Er endete nach 15 Runden mit einem Unentschieden.
Auch Floyd Mayweather jr. selbst stand schon zweimal im Wrestling-Ring: Am 17. Februar 2008 brach er dem 2,13 Meter großen "Big Show" im Rahmen der WWE-Show "No Way Out" versehentlich die Nase, am 30. März 2008 kam es daraufhin zum "Kampf ohne Regeln" zwischen Mayweather und "Big Show". Mayweather siegte durch den Einsatz eines Schlagrings.
Brock Lesnar wurde 2002 als Wrestler zum jüngsten WWE-Champion aller Zeiten und wechselte später zur UFC; am 15. November 2008 besiegte er Randy Couture durch TKO in der zweiten Runde und wurde UFC-Schwergewichts-Weltmeister, verteidigte den Titel zweimal und kehrte 2012 zur WWE zurück.
Ken Shamrock gehörte zu den ersten UFC-Kämpfern und wurde 1995 der erste "UFC Superfight Champion". Als Wrestler gewann er unter anderem den WWE Intercontinental Champion Titel und wurde 1998 "King Of The Ring".
CM Punk war von 2006 bis 2014 einer der größten Wrestling-Stars in der WWE. Im September 2016 gab er sein UFC-Debüt und verlor durch Aufgabe in der ersten Runde