Boxer Powetkin Russischer Krieger
Blaues Auge für den Herausforderer? Am 5. Oktober steigen Wladimir Klitschko und Alexander Powetkin endlich in den Ring. Das Duell war bereits zwei Mal zuvor angesetzt, beide Kämpfe mussten wegen Verletzungen Powetkins abgesagt werden. Hier posiert Klitschko mit einer Pappfigur des Russen in Frankfurt im Jahr 2010.
Nun steigt der WM-Kampf in Moskau. Vor heimischem Publikum will Powetkin (l.) dem Schwergewichts-Dominator Klitschko alle Gürtel abnehmen. Klitschko vereint die Titel der IBF, WBA, WBO und IBO auf sich. Powetkin ist seit dem Sieg gegen Ruslan Chagajew (r.) Weltmeister der WBA, Klitschko firmiert als "WBA-Superchampion".
Powetkin wird zugetraut, Klitschkos Regentschaft zu beenden. Der 33-Jährige gilt als schneller und explosiver als der Ukrainer.
Im Jahr 2004 gewann Powetkin, der noch keinen seiner 26 Profi-Kämpfe verloren hat, bei den Olympischen Spielen in Athen die Goldmedaille.
Über sich und seine Erfolge reden, das mag Powetkin allerdings gar nicht gerne. Anders als viele andere Boxer sind ihm überzogene Kampfansagen fremd.
Seine beiden bislang letzten Auftritte boten dazu auch keine Grundlage. Den US-Amerikaner Hasim Rahman knockte er im September 2012 in nur zwei Runden aus.
Davor hatte er mit Cruisergewichtler Marco Huck große Mühe. Der "russische Krieger" (Kampfname) wirkte konditionell schwach und gewann schmeichelhaft nach Punkten.