99. Tour de France Wiggins große Chance
Bradley Wiggins galt bereits vor der 99. Tour de France als großer Favorit. Seine gute Form konnte er in diesem Jahr mit seinem Gesamtsieg bei der Dauphiné Libéré untermauern. Das Kriterium gilt als eines der wichtigsten Vorbereitungsrennen für die Tour de France.
Dementsprechend groß war das Medieninteresse an dem Briten von Sky Procycling bereits vor der Tour.
Auch beim Prolog der diesjährigen Tour unterstrich Wiggins, dass er ein Wort um den Gesamtsieg mitsprechen möchte. Das Zeitfahren durchs belgische Lüttich schloss er hinter Fabian Cancellara auf dem zweiten Platz ab.
Bei der ersten Bergankunft der Tour auf der siebten Etappe zeigten Wiggins und sein Sky-Team eine Demonstration der Stärke. Der Rennstall kontrollierte das Feld von der Spitze aus.
Wiggins kam in La Planche des Belles Filles kurz hinter seinem Konkurrenten um den Toursieg, Cadel Evans, als Dritter ins Ziel. Bei der Zieldurchfahrt konnte er Teamkollege Christopher Froome zujubeln, der den Tagessieg holte.
Wiggins' Edelhelfer war bis kurz vor Schluss noch an der Seite des Briten und sprintete auf den letzten Metern zum Etappensieg. Später gratulierte Wiggins seinem Teamkameraden.
Für Wiggins reichte der dritte Platz, um sich erstmals bei dieser Tour das Gelbe Trikot überzuziehen. Etliche Mitfavoriten mussten eine bittere Niederlage und Zeitverluste hinnehmen.
Wiggins kommt das Profil der 99. Tour gelegen, da viele Kilometer im Zeitfahren auf dem Plan stehen. Der ehemalige Bahnradfahrer gilt als Spezialist im Kampf gegen die Uhr.
Seine Stärke demonstrierte Wiggins bereits im ersten Zeitfahren bei dieser Tour. Der 32-Jährige gewann das Einzelzeitfahren über 41,5 Kilometer von Arc-et-Senans nach Besançon vor seinem Landsmann und Sky-Teamkollegen Christopher Froome.