Brand in pakistanischer Fabrik Katastrophe beim Kik-Zulieferer
Bei einem Feuer Mitte September brannte diese Textilfabrik in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi aus.
Bei dem Unglück kamen mindestens 259 Menschen ums Leben. Bis heute werden Menschen vermisst. Gewerkschafter gehen davon aus, dass es mehr als 300 Todesopfer gab.
Die Brandursache ist bis heute nicht geklärt. Der Grund für so viele Tote dürften aber versperrte Fluchtwege gewesen sein. Arbeiter berichten von vergitterten Fenstern und verschlossenen Stahltüren.
Waschraum von Ali Enterprises: Kik hatte schon seit längerem Einblick in Prüfberichte, wonach elektrische Anlagen nicht ausreichend gesichert waren.
Tagelöhner Imran Javed mit seiner Nichte: Das Mädchen verlor beide Eltern in dem Feuer. Seither wartet die Familie vergeblich auf Unterstützung. "Wir haben nicht einmal sterbliche Überreste bekommen, die wir begraben könnten", sagt Javed.
Jeans mit dem Label "Okay": Der deutsche Textildiscounter verkauft die Hosen für 15,99 Euro.
Blick in eine andere Textilfabrik, bei der unter anderem H&M, Mango, Zara und C&A fertigen lassen.
Die Textilindustrie ist die wichtigste Branche in Pakistan. Mehr als die Hälfte aller Exporte sind Textilien, 38 Prozent aller Arbeitskräfte arbeiten in diesem Wirtschaftszweig.
Viele von ihnen arbeiten, wie dieser Mann in einer Weberei, unter ärmlichen Bedingungen. Sozial- und Sicherheitsstandards gibt es kaum.
Die meisten Firmen haben Vertretungen vor Ort, in den Fabriken,...
...um die Einhaltung von internationalen Vorschriften zu überprüfen und die Qualität der Ware zu kontrollieren.
Das Sandsprühen, um Jeans ein abgetragenes Aussehen zu verpassen, gehört ebenso wie das Färben zu den gesundheitlich belastenden Aufgaben. Nicht in allen Fabriken werden dabei Vorschriften wie das Tragen von Masken eingehalten.
Ausgebrannte Fabrikhalle: Pakistaner besichtigen das zerstörte Gebäude.
Wochen nach der Katastrophe erinnern vertrocknete Kränze vor der ausgebrannten Fabrikhalle an die Opfer.