Brände in Brasilien Apokalypse am Amazonas
São Paulo vor wenigen Tagen: Am Nachmittag wird es plötzlich stockdunkel, Rauchwolken hängen über der Millionenstadt, schwarzer Regen fällt. Eine Folge der verheerenden Brände im Amazonasgebiet.
Ein Waldbrand nahe der brasilianischen Stadt Porto Velho - eines von mehr als 70.000 Feuern, die seit Jahresbeginn in Brasilien ausgebrochen sind.
Ein Satellitenbild der Nasa verdeutlicht das Ausmaß der Feuer. Graue Aschewolken hängen über großen Teilen Südamerikas.
Die Brände sind eine Folge der Politik von Jair Bolsonaro. Der brasilianische Präsident macht NGOs für die Feuer verantwortlich.
Dieses Satellitenbild zeigt einen Brand in der Nähe der Stadt Porto Velho im brasilianischen Regenwald.
Der Bundesstaat Amazonas hat inzwischen einen Krisenstab eingerichtet. In Acre überlegt der Gouverneur, den Umweltnotstand auszurufen, weil die Feuerwehr mit den Löscharbeiten nicht mehr nachkommt.
Es deutet alles darauf hin, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der zunehmenden Abholzung und den vermehrt auftretenden Feuern.
Verschiedene Großgrundbesitzer hatten in einer lokalen Zeitschrift den 10. August öffentlich zu einem "Tag des Feuers" ausgerufen, um neue Weideflächen zu erschließen.
Die Tierwelt leidet unter den Folgen der Feuer: Ein Feuerwehrmann sorgt sich um ein Gürteltier, das durch einen Brand seinen Lebensraum verloren hat.
Knapp 30.000 Menschen wurden seit Jahresbeginn wegen Atemwegsbeschwerden behandelt. Richtig schlimm, befürchten viele, werde es aber wohl erst, wenn im September offiziell die Trockenzeit beginnt.