"Breitbart"-Portal Die Seite, auf die Trump-Fans hören
Der "Politiker" und sein Chef-Anheizer: Steve Bannon (r.) hatte maßgeblichen Anteil am Sieg des Republikaners Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl 2016.
Bannons Internetportal "Breitbart" gilt als eine der wichtigsten Informationsquellen für Trumps Wähler - die großen Medienportale hatten überwiegend Hillary Clinton unterstützt. Die Seite verbreitet vor allem eines: Hass. In den Foren unter den Artikeln werden übelste Kommentare zugelassen.
Bannons (hier im Hintergrund) Arbeit für die Trump-Kampagne hat sich gelohnt: Er wird als kommender Chefstratege des nächsten US-Präsidenten gehandelt.
Bannons Berufung stößt in den USA auf viel Kritik: Viele fürchten, dass er seinen Einfluss auf Trump nutzen wird, um rechte Ideologien zu propagieren.
Sein "Mantra" verriet Steve Bannon 2015 dem Journalisten Joshua Green: "facts get shares, opinions get shrugs", Fakten werden weiterverbreitet, Meinungsstücke ernten dagegen nur ein Schulterzucken. Je neutraler "Breitbart" in der Wortwahl seiner redaktionellen Beiträge also erscheint, desto effektiver ihre Wirkung.
Mit seiner Zielgruppe scheint den Macher zunächst nicht viel zu verbinden, "als Harvard-Absolvent und einstiger Investmentbanker bei Goldman Sachs ähnelt Bannon den Vertretern des Establishments, die das 'Breitbart'-Publikum so hasst", schreibt Autor Ken Stern. Was Bannon und die "Breitbart"-Konsumenten allerdings eine, sei die "Neigung zu Kontroverse und Konfrontation".