Breivik-Prozess Staatsanwältin Enghs wichtigster Fall
Staatsanwältin Inga Bejer Engh: Mit unnachgiebigen Fragen treibt sie Anders Breivik in die Enge. Er verstrickt sich immer heftiger in Verschwörungstheorien über Tempelritter.
Aufreger am Morgen: Die "VG"-Titelseite mit dem 23-jährigen Amerikaner Kevin Forts. "Ich träume davon, Breivik einmal zu treffen oder mit ihm zu telefonieren", hatte er gesagt.
Anders Breivik weigerte sich, tiefergehende Fragen von Staatsanwältin Inga Bejer Engh zu beantworten. Sie wollte ihn zu seinem Kontakt zu anderen militanten Nationalisten und dem angeblichen Netzwerk der "Tempelritter" befragen.
"Ich möchte das nicht kommentieren. Sie können dieses Thema einfach überspringen", sagte der 33-Jährige mehrmals.
Im Prozess gegen Breivik war es am zweiten Prozesstag zu einer unerwarteten Verzögerung gekommen. Der Schöffe Indebrø (hintere Sitzreihe ganz links) hatte in einem Online-Kommentar die Todesstrafe für den Angeklagten gefordert.
Schöffe Indebrø am zweiten Tag des Prozesses: Der 33-Jährige wurde wegen seines Kommentars für befangen erklärt und abgesetzt.
Breivik im Verhandlungssaal: Das Gericht hatte sich am zweiten Tag zur Beratung über den Befangenheitsantrag zurückgezogen.
Dienstag war der erste von fünf Tagen, an denen Breivik aussagen soll. Betroffene hatten vor Prozessbeginn Befürchtungen geäußert, Breivik werde den Gerichtssaal als Bühne nutzen, um seine extremistischen Sichtweisen zu verbreiten.