Brennendes Hakenkreuz: Unterwegs mit dem Ku-Klux-Clan - DER SPIEGEL
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Brennendes Hakenkreuz Unterwegs mit dem Ku-Klux-Clan

Die Gewalt in Charlottesville hat gezeigt, wie gefährlich US-Nazigruppen sind. Der Fotograf Johnny Milano begleitet sie seit Jahren. Seine Bilder geben Einblick in eine verstörende Parallelwelt
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Mitglieder des Ku-Klux-Klans (KKK) passen ihre Roben an. "Auf Klan-Treffen habe ich auch beobachtet, wie Männer ihre Roben selbst genäht haben", sagt Johnny Milano. Der Fotograf beschäftigt sich seit fünf Jahren mit Rassisten und Nazigruppen in den USA.

Foto: Johnny Milano
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Ein Mitglied des Ku-Klux-Klans bereitet sich auf eine Kreuzverbrennung vor. Der KKK habe viele Mitglieder aus ländlichen Regionen im Südwesten der USA, die oft Handwerker seien, sagt Milano. Bei ihnen gebe es aber auch Polizisten und Politiker, Finanzberater und Postmitarbeiter.

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Eine Gruppe Neonazis läuft über den Martin Luther King Boulevard in Atlanta. "Sie wollen einen nationalsozialistischen Präsidenten", sagt Milano.

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"Eigengewächs der USA": So bezeichnet Milano den Ku-Klux-Klan im Gegensatz zu den US-amerikanischen Neonazis. Hier bereiten sich Mitglieder der Confederate White Knights auf ein privates Zusammentreffen im Bundesstaat Maryland vor.

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Ein Neonazi präsentiert während eines privaten Banketts in Atlanta, Georgia seine Tätowierungen. Über der Brust steht der Schriftzug "Arbeit macht frei", der über den Eingangstoren der Konzentrationslager Dachau und Auschwitz stand.

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Eine Hakenkreuz-Armbinde vor dem aufbügeln auf eine SS-Uniform. Die Nazi-Ideologie sei komplett aus Deutschland importiert, sagt Milano.

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Bei den Neonazis gibt es auch Frauen in gehobenen Positionen. Ein weibliches Mitglied der Nationalsozialisten hält hier Wache in einem Hotelflur. "Es gibt Dinge, an denen ich nicht teilnehmen durfte oder den Raum verlassen musste", sagt Fotograf Milano.

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Die Tochter eines Klanmitglieds vor einem brennenden Kreuz und einem brennenden Hakenkreuz in Georgia. "Die Familie spielt hier eine große Rolle", sagt Milano.

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Neonazis entspannen nach einem Aufmarsch in einem privaten Rückzugsort in der Nähe des Lake Tawakoni, Texas. Nach den öffentlichen Auftritten ziehen sich die Rassisten zurück, um neue Mitglieder zu begrüßen.

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Neonazis stehen vor den geborstenen Scheiben eines Autos. Linke Gruppierungen folgten den Rechten zu ihren Kundgebungen, sagt Milano. Er geht davon aus, dass Antifaschisten das Auto eines Neonazis zerstört haben.

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Mitglieder der Neonazis und des Ku-Klux-Klans bei einer gemeinsamen Aktion in Rockwall, Texas. Die Gruppen eine oftmals nur der Hass, ihre Strukturen seien nicht wirklich kompatibel, sagt Milano, der seit fünf Jahren Rechtsextreme in den USA porträtiert.

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Der National Socialist Movement erklärt sich selbst zur größten Gruppe innerhalb der "White Civil Rights"-Bewegung. Mitglied Art Jones spricht während einer Veranstaltung im April 2016 über seine Unterstützung für den damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

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In einem Hotel in Chattanooga, Tennessee treffen sich Nazis vor ihrer öffentlichen Versammlung. Das Hakenkreuz verschrecke viele Menschen, sagt Milano. In der Öffentlichkeit würden Neonazis darum immer öfter auf das Erkennungszeichen verzichten, um so in Masse der "Alt-Right"-Bewegung unterzutauchen.

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Auf dem jährlichen Bankett der nationalsozialistischen Bewegung kommen Neonazis zum gemeinsamen Essen zusammen. In dem privaten Rahmen hält der Kommandant der Gruppe Reden, Mitglieder werden für ihre Dienste ausgezeichnet.

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Mitglieder der Confederate White Knights entzünden ein Kreuz. "Es gibt Jugendorganisationen, die nach den Verbrennungen das glimmende Holz einsammeln", sagt Milano.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?