Brexit: Deutsche Profis, die in England ihr Geld verdienen - DER SPIEGEL
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Brexit und Profifußball Gut genug für die Insel?

Viele deutsche Profis verdienen inzwischen in der Premier League ihr Geld. Müssen sie um ihre Arbeitserlaubnis bangen, wenn Großbritannien die EU verlässt? Ein Überblick.
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Der Brexit und der Fußball

Fans im Stadion des englischen Meisters Leicester City: Der Brexit könnte auch Folgen für den britischen Fußball haben.

Bislang galt: Profis aus Ländern außerhalb der EU oder des Europäischen Wirtschaftsraums müssen in den 24 Monaten vor dem Wechsel nach Großbritannien einen gewissen Prozentsatz an Länderspielen bestritten haben, abhängig von der Weltranglistenposition des jeweiligen Heimatlands. Nur wenn diese Bedingung erfüllt ist, gibt es eine Arbeitserlaubnis.

Nach dem Brexit würden auch Spieler aus EU-Ländern unter diese Regel fallen. Hätte sie schon früher gegriffen, hätten mehr als hundert aktuelle Premier-League-Profis gar nicht erst auf die Insel wechseln dürfen. Dazu gehören Stars wie Dimitri Payet und David de Gea genauso wie deutsche Spieler.

Foto: Darren Staples/ REUTERS
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Robert Huth

Huth wurde in der Premier League in der vergangenen Saison sensationell Meister mit Leicester City. Der Verteidiger spielt seit dem Jahr 2002 in England. Unter anderem war er beim FC Chelsea und Stoke City unter Vertrag. In der Nationalmannschaft spielt Huth schon länger keine Rolle mehr - nach dem Brexit würde es schwierig mit einer Arbeitserlaubnis.

Foto: Alex Morton/ REUTERS
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Ron-Robert Zieler

Mit Hannover 96 abgestiegen, wählte Ron-Robert Zieler statt der zweiten Liga die Champions League und wechselte zum englischen Meister Leicester City. Sechs Länderspiele in fünf Jahren würden nach dem Brexit aber bei Weitem nicht ausreichen für eine Arbeitserlaubnis.

Foto: Boris Streubel/ Bongarts/Getty Images
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Mesut Özil

Als einer der besten Mittelfeldspieler der Welt, bester Vorlagengeber Europas und Stammkraft beim Weltmeister ist Özil viel zu gut, um irgendwo um seinen Job bangen zu müssen - Brexit hin oder her.

Foto: Facundo Arrizabalaga/ dpa
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Per Mertesacker

Nach der WM 2014 beendete Mertesacker als Weltmeister seine Länderspielkarriere. Das könnte ihm in Sachen Brexit zum Verhängnis werden, falls er in England noch einen neuen Vertrag unterschreiben wollte.

Foto: Dylan Martinez/ REUTERS
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Serge Gnabry

Gnabry steht beim FC Arsenal unter Vertrag; zu dem Klub war er bereits in der Jugend gewechselt. Gnabry hat noch keine A-Länderspiele absolviert - damit wäre er von den arbeitsmarktrechtlichen Folgen des Brexit betroffen, wenn er einen neuen Vertrag wollte.

Foto: David Davies/ AP/dpa
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Bastian Schweinsteiger

Deutschlands Kapitän müsste sicher nicht um seinen Job bangen. Auch wenn er traditionsgemäß manches Freundschaftsländerspiel ausfallen lässt, bringt Schweinsteiger es, wenn er fit ist, auf genug Einsätze für den DFB. Fraglich ist nur, ob er noch aktiv sein wird, wenn die Folgen des Brexit greifen.

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Emre Can

2014 wechselte Can von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool. Eine Saison später kam Jürgen Klopp als Trainer zu dem Klub. Can hätte nicht genug Länderspiele, um nach dem Brexit eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Foto: Phil Noble/ REUTERS
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Philipp Wollscheid

Der frühere Leverkusener Verteidiger (r.) verdient seit eineinhalb Jahren sein Geld bei Stoke City. Wollscheids zwei Länderspiele würden nicht ansatzweise ausreichen, um ihm eine Arbeitserlaubnis zu sichern.

Foto: imago/BPI
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Ilkay Gündogan

Das Einzige, was Ilkay Gündogans Arbeitserlaubnis bei Manchester City gefährden könnte, sind seine Verletzungen. Ansonsten ist auch der ehemalige Dortmunder eine klare Stammkraft im deutschen Team und als solche nicht von den Brexit-Folgen betroffen.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Rouwen Hennings

Hennings wechselte vor der vergangenen Saison vom Karlsruher SC zum FC Burnley, mit dem er in die Premier League aufstieg. Hennings ist kein Nationalspieler. In einer Welt mit Brexit-Regeln würde er keine Arbeitserlaubnis bekommen.

Foto: Jan Kruger/ Getty Images
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Jan Kirchhoff

Im Winter wechselte Kirchhoff (r.) vom FC Bayern zum abstiegsbedrohten AFC Sunderland. Den Klassenerhalt schaffte sein Team, aber da Kirchhoff nur in den deutschen Juniorenauswahl-Teams gespielt hat, wäre er von den arbeitsmarktrechtlichen Folgen des Brexit betroffen.

Foto: Richard Sellers/ AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?