Brexit-Reaktionen Rausgewählt
Eine Frau schlägt noch im Stehen die Abendzeitung aus. "We're out" titelt der "London Evening Standard". Die Briten haben sich am Donnerstag mit einer knappen Mehrheit zum Austritt aus der EU entschieden.
Hier wurde gefeiert. Bis zuletzt zweifelten viele daran, dass es die Brexit-Befürworter schaffen würden. Jetzt müssen die Austritts-Verhandlungen mit der EU beginnen.
Vor allem junge Briten protestieren gegen das Ergebnis - und gegen Boris Johnson. Der ehemalige Bürgermeister von London hatte sich im Wahlkampf auf die Seite der Brexit-Befürworter geschlagen. Jetzt gilt er als Favorit für die Nachfolge des bisherigen Premierministers David Cameron.
"We are not amused" steht auf dem Plakat einer Demonstrantin in London. Während sich weite Regionen im Süden Englands für einen Austritt aus der EU aussprachen, votierte in der Hauptstadt eine Mehrheit für den Verbleib in der Europäischen Union.
Ich bin kein Brite, ich bin Europäer: Der Brexit könnte noch schwerwiegendere Folgen für das Vereinigte Königreich haben, als den Austritt aus der EU. Im Gegensatz zu den Bewohnern Englands sprach sich eine Mehrheit in Schottland und Nordirland für einen Verbleib in der EU aus. Dort fordern jetzt viele, sich von England abzukapseln.
Ruhig bleiben und weitermachen: Dieser Mann votierte für den Austritt aus der EU.
Der Künstler Kaya Mar gehört zu den wenigen, die mit dem Brexit Geld verdienen können. Der Schock an den Finanzmärkten war gewaltig. Als am frühen Freitagmorgen die Ergebnisse des britischen Referendums bekannt wurden, stürzte zunächst der Wechselkurs des britischen Pfunds ab, kurz darauf traf es auch den Aktienmarkt.
Eine Demonstrantin vor dem House of Parliament in London. Im Wahlbezirk City of London machte das Remain-Lager mehr als drei Viertel der Stimmen aus.
72,2 Prozent der registrierten Wähler haben über den Brexit abgestimmt - damit fiel die Wahlbeteiligung hoch aus. Unter den 18- bis 24-Jährigen haben laut YouGov 66 Prozent an, für "Remain" votiert zu haben.