Briefpapier von Stars - DER SPIEGEL
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Promi-Post Kunst zum Verschicken

Können wir mal Ihre Briefpapiere sehen? Ob Elizabeth Taylor, Arnold Schwarzenegger oder Sigmund Freud: Die Stars der vordigitalen Zeit legten viel Wert auf ihre Briefköpfe. Doch wer stand auf Whiskey-Typo? Wessen Post war ein abstraktes Kunstwerk? Und wer zeigte sich halbnackt auf seinem Briefbogen?
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Boxer-Brief: Der Bogen von 1983 verrät auch die Adresse von Muhammed Ali - "55 Fremont Place, Los Angeles, CA 90005". Dort wohnte die Boxlegende in den siebziger Jahren.

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Viel Platz für Deutungen: Dieses Briefpapier von 1900 benutzte Sigmund Freud für seine Korrespondenz. Der Briefkopf verrät auch den damaligen Wohn- und Arbeitsort des berühmten Arztes und Begründers der Psychoanalyse: "Wien, IX., Berggasse 19". Heute ist in dem Gebäude das Sigmund-Freud-Museum untergebracht.

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Musikalisch: Ray Charles' Briefpapier machte dem Empfänger gleich klar, was der Mann am liebsten machte - komponieren.

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Sanfter Ton: Jugendidol James Dean wählte eine blaue, leicht verspielte Typografie für die Korrespondenz mit seinen zahlreichen Fans.

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Post vom Präsidenten: Das Konterfei des Absenders ziert das Briefpapier Abraham Lincolns im Jahr 1860, dem Jahr seiner ersten Wahl zum Präsidenten der USA. Was heute etwas pompös wirkt, war im 19. Jahrhundert durchaus angesagt. Es war die Blütezeit der aufwendig gestalteten Briefbögen.

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Harte Kanten: Arnold Schwarzenegger bevorzugt für sein Briefpapier 1989 die Farbe Grün und eine klassische Schreibmaschinen-Typo. Schwarzenegger war zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Jahre US-amerikanischer Staatsbürger.

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Zurückhaltende Eleganz: 1958 benutzte Filmdiva Marilyn Monroe dieses Briefpapier in Rosa mit einer zarten Prägung ihres Namens.

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Kleine Hilfestellung: Das Briefpapier von Groucho Marx aus dem Jahr 1943 zeigt ein stilisiertes Konterfei des Komikers, der durch die Filme der Marx Brothers, seiner Brüder, bekannt wurde. Wer bei den Vornamen des Familienclans schnell durcheinanderkam, wusste sofort, von wem er in diesem Fall Post bekommen hatte.

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Edle Optik: Schlicht und einfach ist das Briefpapier von Elizabeth Burton aus dem Jahr 1972 gestaltet. Liz Taylor war in fünfter und sechster Ehe mit Richard Burton verheiratet, von 1964 bis 1974 sowie von 1975 bis 1976. Während dieser Zeit bevorzugte sie eine eher klassisch anmutende Antiqua-Schrift.

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Zurück in die Zukunft: 1982, zehn Jahre später, steht hingegen auf dem Briefkopf der US-Schauspielerin wieder ihr Geburtsname - und auch der Schrifttyp hat sich deutlich geändert.

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Titelsammler: Das Briefpapier des britischen Königs Edward VIII. von 1936 verkündet den Titel des Monarchen: "Edward, von Gottes Gnaden König von Großbritannien, Irland und den britischen Herrschaftsgebieten der überseeischen Länder, Verteidiger des Glaubens, Kaiser von Indien et cetera, et cetera, et cetera."

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Runde Sache: Schauspieler Steve McQueen setzte bei der Gestaltung seines Briefpapiers von 1969 nur auf seinen Namen und ein in einem doppelten Kreis eingefasstes Wasserzeichen.

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Vom Großmeister der Spannung: Nur der Name in Großbuchstaben schmückt dieses schlichte Briefpapier von 1976 - "Alfred Hitchcock". Mehr braucht es aber vielleicht auch nicht, um dem einen oder anderen Fan des Filmregisseurs einen Schauer über den Rücken zu jagen.

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Wenn Architekten schreiben: Das mit geometrischen Formen verzierte, dreidimensional wirkende Briefpapier des US-amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright von 1946 lässt nur unschwer die Berufung seines Gestalters erkennen.

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Die Schönheit des Details: Dem kanadischen Sänger Leonard Cohen reichte auf seinem Briefpapier von 1959 ein schlichtes "Cohen" in der oberen rechten Ecke als Briefkopf.

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Für Stars und Sternchen: Briefpapier von John Hughes aus dem Jahr 1990. Der bekannte US-Regisseur feierte zu diesem Zeitpunkt gerade einen großen Erfolg mit "Kevin – Allein zu Haus".

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Schreibe in Frieden: Der Metal-Papst Ozzy Osbourne nutzt auf seinem Briefkopf die komplette Papierbreite, um seinen Namen in Majuskeln in die Welt zu senden. Aber auch sein makabrer Humor kommt nicht zu kurz: In der unteren rechten Ecke ist eine kleine Comic-Zeichnung zu sehen, in der eine Figur ein Kreuz hochhält, auf dem der Name "Ozzy" prangt.

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Purist: Eddie Vedder, Sänger der Band Pearl Jam, ist eher Freund eines minimalistischen Briefkopfs. Nur seine Initialen "eV." schmücken sein Briefpapier aus dem Jahr 2011.

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Ausgezeichnet: Auf dem Briefpapier des "Peanuts"-Erfinders Charles M. Schulz dürfen natürlich seine berühmtesten Comic-Figuren nicht fehlen. Das Papier stammt aus dem Jahr 1958.

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Grüße aus Hollywood: Schlicht, grün und noch in Achtziger-Jahre-Optik zeigt sich das Briefpapier von Kirk Douglas von 1990.

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Perfekte Lösung: Die großen Filmstudios kümmerten sich auch um eine passende Geschäftsausstattung ihrer Nachwuchstalente. Das Briefpapiers des Kinderstars Shirley Temple von 1936 zeigt den Namenszug in einer verspielten Schrift. Shirley Temple war zu diesem Zeitpunkt acht Jahre alt.

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Poppig: Bunt und exzentrisch ist das undatierte Briefpapier des Künstlers Andy Warhol.

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Bescheidenes Genie: Seine Aufenthalte in dem 1929 errichteten Sommerhaus in Caputh am Schwielowsee bei Potsdam nutzte Albert Einstein für einen ausgeprägten Briefaustausch mit anderen Geistesgrößen. Wer als Nobelpreisträger mit anderen Nobelpreisträgern korrespondierte, der musste auch keinen großen Wert mehr auf auffällige Verzierungen auf dem Briefkopf legen.

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Nicht nur für Zaubertinte: Das Briefpapier von Harry Houdini von 1912 zeigt das Konterfei des Zauberers und Entfesselungskünstlers.

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Aus den goldenen Tagen von Hollywood: "CG" ziert das undatierte Briefpapier des Schauspielers Clark Gable der Metro-Goldwyn-Mayer-Studios.

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Wie Whiskey im Saloon: Die im Jahr 2003 verstorbene Country-Legende Johnny Cash bevorzugte bei diesem Briefpapier von 1965 - passend zu seinem Image - eine zerfranste, breite Western-Typografie.

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Ohne Spezialeffekte: Regisseur Steven Spielberg bevorzugt offenbar auch eher minimalistisch gestaltetes Briefpapier, wie dieses Beispiel von 1982 zeigt.

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Ökologisches Engagement: Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Bette Midler outet sich mit ihrem Briefpapier unbekannten Datums als Naturfreundin. Bette Midler gründete 1995 das "New York Restoration Project", eine nichtkommerzielle Organisation, die sich um die Verbesserung der städtischen Parks von New York City kümmert.

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Weniger ist mehr: Der US-amerikanische Musiker Paul Simon benutzte im Jahr 2011 dieses schlicht gestaltete Briefpapier, das am oberen Rand nur seinen Namen in großen Lettern verkündet.

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Ein Mann, zwei Wörter: Dieses Briefpapier von 1969 ziert lediglich der schlichte Schriftzug "John Wayne" - und erinnert doch sehr prägnant an die Western, die den Schauspieler berühmt machten.

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In der Farbe der Liebe: Frauenschwarm und Lebemann Frank Sinatra ließ sein Briefpapier von 1967 mit seinem Namen in Rot und Schreibschrift ausstatten. In jener Zeit befand er sich nach seinem erfolgreichen Comeback auf dem Zenit seines musikalischen Erfolgs.

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Ein Bild von einem Mann: Das Briefpapier von Charles Atlas von 1941 zeigt die Bodybuilding-Legende gleich in ganzer Pracht - inklusive Tigerhöschen. Atlas hatte in den zwanziger Jahren ein spezielles Trainingsprogramm zum Muskelaufbau entwickelt. Er gründete das Unternehmen Charles Atlas Ltd. und vermarktete seine Methode sehr offensiv und erfolgreich.

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Eine kleine Extravaganz: Ähnlich schlicht wie Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder hält es Modezar Karl Lagerfeld mit der Gestaltung seines Briefpapiers von 2006. Lediglich die Wahl der Schrift strahlt etwas mehr Egozentrik aus.

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Keine Starallüren: Wie bei vielen seiner Kolleginnen und Kollegen aus Hollywood zeichnet sich der Briefkopf von Steve Martin aus dem Jahr 1981 durch noble Zurückhaltung aus.

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Dynamische Helden: Das Briefpapier der Chuck Jones Enterprises von 1990 zeigt den wohl größten Erfolg des Zeichners Chuck Jones - Road Runner und Wile E. Coyote.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?