Ratgeber Rad Brompton Britisches Origami
Voll ausgeklappt muss man das Brompton anlehnen oder ablegen, um es in voller Schönheit zu sehen, denn einen Ständer hat es nicht.
Dafür kann man den Hinterbau nach vorn unter das Rahmenrohr schwenken, schon steht es.
Bevor man es auf Handgepäckgröße zusammenfaltet, müssen in vorgegebener Reihenfolge Flügelschrauben und Scharniere gelöst werden.
Es geht weiter mit dem Vorbau, der vor die Kette geklappt wird.
Es folgt das Sattelrohr, das versenkt wird und dem Origami-Werk mehr Halt gibt.
Schließlich dreht man an der Flügelschraube an der Lenkstange, die daraufhin per Schwerkraft abknickt und weiter unten in einer Halterung einrastet.
Nachdem zu guter Letzt die linke Pedale eingeklappt ist, lässt sich das Brompton tragen. So ausgetüftelt der Mechanismus auch ist nach einiger Zeit zerrt das kompakte Faltrad ganz schön am Arm. Allerdings klappert auch im komprimierten Modus nichts, so sehr man das Rad auch schüttelt.
Zu verdanken ist die Präzision der Tatsache, dass Brompton bei der Entwicklung kaum etwas aus der Hand gegeben hat, die Fertigungstiefe ist hoch. Anders als an vielen anderen Fahrrädern stammt zum Beispiel die Bremse aus eigenem Hause.
Auch die Kettenschaltung ist eine Eigenentwicklung.
Der Gangwechsel für die hinteren Ritzel erfolgt typisch für Räder von der Insel am linken Lenkergriff.
Auch die Bremsen sind für Festlandeuropäer seitenverkehrt: Links wird das Hinterrad verzögert, während der rechte Bremshebel für vorn zuständig ist.
Wie viele Bromptons besitzt auch die Editionsausgabe am Steuerrohr eine Halterung, in die eine herstellereigene Fahrradtasche eingeklickt werden kann.
Ist das Rad selbst das Gepäck, beträgt das Packmaß 58,5 mal 56,5 mal 27 Zentimeter.
Gefaltet passt es locker in den Kofferraum eines Autos.