Browserchoice: Nimm mich, Nutzer! - DER SPIEGEL
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Browserchoice Nimm mich, Nutzer!

Anfang März wird Microsoft alle seine Nutzer vor die Wahl stellen, ob sie beim Internet Explorer bleiben oder einen anderen Browser installieren wollen. Die Aktion ist Resultat einer Einigung mit der EU-Kommission, die sich auch an der Auswahl der Browser beteiligte. SPIEGEL ONLINE stellt die Programme vor.
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Die chinesischen Macher des Avant-Browser preisen diesen als schnellsten der Welt - und sicher sei er auch noch: Und zwar so sicher wie der Internet Explorer, was nicht wirklich überrascht, weil er eigentlich ein getunter MSIE ist. Zugeliefert wird nur dieses Tuning, das auf einer Installation von Internet Explorer aufsetzt. Download: www.avantbrowser.com 

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Mit Chrome versucht sich Google seit 2008 auf dem Browser-Markt, hat diesen aber nicht aufrollen können. Der Browser gilt als bequem, schnell und stabil, wird aber - wie so oft bei Google - wegen datenschutzrechtlicher Bedenken kritisiert: Das Programm übermittelt ungewöhnlich viele Informationen an seinen Betreiber, darunter eine eindeutige ID-Nummer des Browsers. Download: www.google.com/chrome 

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Firefox: Der erfolgreichste Konkurrent des Internet Explorer. Wird als Open-Source-Projekt betrieben und erfreut sich entsprechender Popularität. Firefox ist bei Privatanwendern in Deutschland seit einiger Zeit Mehrheitsbrowser. Download: www.mozilla-europe.org/de/firefox/ 

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Flock: Was Avant beim Internet Explorer ist, ist Flock bei Firefox - eine Art Tuningsatz. Flock setzt auf dem Mozilla-Browser auf, erweitert dessen Features aber sehr gezielt in Richtung Social Networks. So bietet Flock seinen Nutzern eine sogenannte Sidebar, über die so ziemlich alles, was in Blogistan, Webmail- und Network-Hausen auch nur marginal erwähnenswert ist. Flock wird anders als Firefox als kommerzielles Produkt betrieben. Download: www.flock.com 

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FlashPeak oder SlimBrowser: Noch eine Art Aufsatz für den Internet Explorer. Verpasst diesem Fähigkeiten, die man von der Konkurrenz, z.B. von Opera, kennt. Download: www.flashpeak.com/sbrowser/ 

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Greenbrowser: ...und noch ein MSIE-Ableger aus China. Der GreenBrowser zeigt Stärken vor allem beim Tabbed Browsing, dem parallelen Aufruf mehrerer Seiten auf hintereinanderliegenden Karteireitern. Hier entwickelt er seltsame Fähigkeiten: Man kann alle auf einmal schließen (weil man beim Surfen erwischt wird?) oder einzelne Tabs per Passwort schützen, so dass man nicht beim unerlaubten Surfen erwischt werden kann. Ansonsten ein weitgehend unbeschriebenes Blatt ohne messbaren Marktanteil. Download: www.morequick.com 

Foto:
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Internet Explorer: Microsofts MSIE ist auf jedem Windows-Rechner vorinstalliert. Die neueste Programmversion 8 bietet nun auch Features, wie sie die Konkurrenz seit einigen Jahren bietet, und bedient Web-Standards besser als zuvor. Nach wie vor gilt der MSIE aber als Hauptziel für Virenattacken, hat die häufigsten Sicherheitsprobleme zu verzeichnen. Download: Schon installiert, so oder so

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K-Meleon: Setzt auf Mozillas Gecko-Engine auf, ist aber eine eigenständige Entwicklung aus dem Open-Source-Lager. K-Meleon heißt nicht nur so, sondern ist auch eines: Er gilt als der Browser mit den weitestgehenden Individualisierungsmöglichkeiten. Ansonsten gilt er vor allem als fix, schlank und sehr wenig ressourcenhungrig - eine gute Wahl für einen eher bescheiden konfigurierten Rechner. Download: kmeleon.sourceforge.net 

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Maxthon: Der in Europa weitgehend unbekannte Browser kann durchaus glaubhaft auf rund 350 Millionen Nutzer verweisen - die Software ist der zweitpopulärste Browser in China. Da kam er ursprünglich auch her, ist eine durchaus eigenständige Entwicklung, die z.B. beim Rendering technische Verwandtschaften mit Chrome und Apples Safari aufweist. Anfänglich ein MSIE-Tuning, inzwischen ein vielfältiger Browser mit zahlreichen Features. Download: www.maxthon.com 

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Opera: Der norwegische Browser war lange kostenpflichtig, seit 2005 ist er kostenlos und werbefrei. Obwohl er eine beeindruckende Zahl von neuen Browser-Features erstmals einführte, hat er es nie zu einem entsprechenden Marktgewicht (aktuell um 2,4 Prozent) gebracht - andere profitierten von den Innovationen. Auch die neueste Version Opera 10.5 konnte bei Fachleuten punkten, Opera hat keine Nutzer, sondern Fans (und sehr wenige technische Probleme). Download: www.opera.com 

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Safari: Apples eleganten Browser gibt es auch für PC, er ist der direkte Konkurrent von Googles Chrome - beide bewegen sich um fünf Prozent Marktanteil. Fix ist er, hat vergleichsweise selten Sicherheitsprobleme, dann aber durchaus massive. Sein größtes Plus: Safari ist geräteübergreifend innerhalb des Apple-Universums, wird auch auf iPhone, iPod und iPad eingesetzt. Download: www.apple.com/safari 

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Sleipnir: Der Browser der Firma Fenrir wird nicht etwa von Wikingern produziert (Sleipnir ist in der Asen-Mythologie das Pferd Odins, Fenrir das Wolfskind des Gottes Loki), sondern abwegigerweise von Japanern. Emuliert sowohl die Seitenanzeige-Engine des MSIE als auch von Mozilla, gilt als eigenständige Entwicklung mit stabilen Features. Download: www.fenrir-inc.com 

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Laptop-Präsentation in Taiwan: Windows-Nutzer können künftig zwischen mehreren Browsern wählen.

Foto: PATRICK LIN/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?