Sportabenteuerer Bruno Baumann Die Wüste und die Todeszone
Bruno Baumann in China (Oktober 2003) bei seiner Solo-Durchquerung der Wüste Gobi: Zwei Wochen brauchte der gebürtige Österreicher für die gut 500 Kilometer lange Strecke.
Es war nicht das erst Mal, dass Baumann versucht hatte, die Wüste durchqueren. Sieben Jahre zuvor war er bei seinem ersten Durchquerungsversuch gescheitert - und beinahe verdurstet.
Baumann ist der erste Mensch, der zu Fuß und im Alleingang die Alashan-Wüste bezwang, das Herzstück der Wüste Gobi. Bis zu 400 Meter hohe Sanddünen musste er dabei überwinden.
Die Solo-Durchquerung der Wüste Gobi galt als eines der letzten großen Abenteuer, das der Planet Erde zu bieten hat.
Baumann und sein Lebensretter (nach Baumanns erstem Durchquerungsversuch): "Es gibt da einen Mann, der mit seiner Frau mitten in der Wüste lebt und einen vier Meter tiefen Brunnen gegraben hat. Mein Leben hing von dieser einen Wasserstelle ab, die ich völlig dehydriert, mit aufgeplatzten Lippen erreichte. Ich konnte gerade noch das chinesische Wort für Wasser lallen."
Baumann 1993 im Ennedi-Plateau im Nordosten des Tschad in Afrika: Mehr als 20 jahre lang hat der Extremsportler ferne Länder bereist und immerwieder Wüsten durchquert.
"Ich habe zum Glück einen robusten Körper und war noch nie im Krankenhaus. Ich achte darauf, dass ich meinen Geist mit guten Gedanken und meinen Körper mit guter Nahrung versorge. Ich treibe Sport in der Ruhe der Natur und mache weiterhin meine Reisen", sagt Baumann.
Bruno Baumann liebt auch die Berge - und hat auch schon die Todeszone auf Achttausender erlebt.
Seit Jahrzehnten geht der Abenteurer auf Reisen - er braucht sie für sein persönliches Glück: "Glück ist die Basis für Gesundheit", sagt Baumann. "Es geht nicht nur um das Körperliche. Wer unglücklich ist, wird krank. Ich hatte als 16-Jähriger die Vision, Arbeit und Freizeit zu vereinen und nicht als getrennte Welten zu betrachten. Genau den Weg gehe ich, deshalb bereue ich keine Minute."