Bubikopf und Erdbeermund: Boten der Rezession - DER SPIEGEL
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Bubikopf und Erdbeermund Boten der Rezession

Rutscht der Rocksaum nach oben, zieht die Konjunktur an: Mode- und Frisurtrends gelten unter Ökonomen als bewährte Konsumindikatoren. Beim Minirock ist der Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Saumlänge sogar empirisch erforscht - eine Übersicht der skurrilsten Theorien.
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Bei solchen Aussichten werden Ökonomen bisweilen zu Schürzenjägern: Die bevorzugte Rocklänge gilt Ökonomen als weicher Konjunkturindex. "In wirtschaftlich schlechten Phasen gehen die Rocksäume der Frauen nach unten", sagen Meinungsforscher am Institut für Demoskopie in Allensbach. Dieser Zusammenhang funktioniere "unbewußt" und lasse sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Foto: AFP
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Todeskuss der Konjunktur: Dass die Münder der Frauen in schlechten Zeiten röter werden, scheint ebenfalls ein recht zuverlässiger Konjunkturindex zu sein. Nach dem 11. September 2001 nahmen beispielsweise die Lippenstiftverkäufe von Estee Lauder schlagartig zu.

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Aufgepasst! Diese Frisur könnte auf eine Rezession hindeuten. Laut Studie der japanischen Kosmetikfirma Kao tragen Japanerinnen ihre Haare gerade gerne kurz. Das letzte Mal habe es diesen Trend in der Wirtschaftskrise der neunziger Jahre gegeben. "Damals trugen die meisten ihre Haare höchstens bis zum Schlüsselbein", berichtet Kao. Ab 2002, parallel zum Beginn des Wirtschaftsaufschwungs, seien die Haare wieder länger geworden. Kao überprüft in regelmäßigen Abständen die Frisuren vom Japanerinnen auf den Straßen Tokios und Osakas.

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Schmale Krawatte, schmaler Geldbeutel? Mitnichten! Je blühender die Konjunktur, desto schmaler die Krawatten. Warum das so ist, erklärt Gerd Müller-Thomkins, Chef des Deutschen Modeinstituts in Köln, dem "Standard": "Schmale Krawatten symbolisieren Jugendlichkeit - etwas, das man glaubt haben zu müssen, wenn es um Verjüngungsprozesse geht."

Foto: GMS
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Sprudelt der Sekt, geht's den Leuten gut. Tatsächlich kaufen Konsumenten bei guter Konjunktur mehr Sekt, bestätigen die Kellereien.

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