Buch belegt Hinrichtung des Unschuldigen Carlos DeLuna in Texas - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Der Fall Carlos DeLuna Hingerichtet für das Verbrechen eines anderen

Hunderte Seiten, gefüllt mit Ermittlungspannen: Eine Untersuchung belegt, dass der US-Staat Texas Carlos DeLuna für einen Mord hinrichtete, den er nie begangen hatte. Der Bericht zeigt das erschreckende Versagen der Behörden - und liefert Gegnern der Todesstrafe ein machtvolles Argument.
1 / 6

Carlos DeLuna wurde 1989 im Alter von 27 Jahren in Texas hingerichtet. Er war für den Mord an Wanda Lopez, einer Angestellten in einem Geschäft, verurteilt worden. Ein neuer Bericht zeigt nun, dass DeLuna mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht der Täter war.

Foto: Corpus Christi Police Department
2 / 6

Der Tatort in Corpus Christi im US-Bundesstaat Texas: DeLuna wurde 40 Minuten nach der Tat festgenommen und von einem Augenzeugen identifiziert. Jahre später - nach DeLunas Hinrichtung - sagte der Zeuge, er sei sich bei der Identifizierung des Täters unsicher gewesen.

Foto: Corpus Christi Police Department
3 / 6

Womöglich wurde DeLuna zum Verhängnis, dass er dem tatsächlichen Mörder Carlos Hernandez (hier im Bild) ähnlich sah. Als DeLuna beim Mordprozess Hernandez als Täter nannte, glaubte ihm niemand.

Foto: Corpus Christi Police Department
4 / 6

Die Spurensicherung arbeitete in dem Fall mehr als schlampig. Am Tatort wurden keine Blutproben genommen, um den Mörder zu identifizieren.

Foto: Corpus Christi Police Department
5 / 6

Ein Bild vom Tatort zeigte einen Schuhabdruck in Lopez' Blutlache - er wurde nie mit DeLunas Schuhen abgeglichen. Selbst der Umstand, dass DeLunas Kleidung nicht einen Blutspritzer aufwies, machte die Ermittler nicht stutzig. Die Staatsanwaltschaft sagte, das Blut sei vom Regen weggewaschen worden.

Foto: Corpus Christi Police Department
6 / 6

Auch die Mordwaffe, ein Messer, wurde nicht gründlich untersucht.

Foto: Corpus Christi Police Department
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?