"Berghain. Kunst im Klub" Das Ibiza von Berlin
Für Wolfgang Tillmans ist das Berghain ein Ort, an dem man nicht feiert, sondern ausgeht, weil es beim Ausgehen um die Auseinandersetzung mit anderen und im Berghain allen voran auch um die Auseinandersetzung mit sich selbst geht. Tillmans hat seine Fotografien immer wieder ausgestellt, etwa "Freischwimmer".
Das Buch "Berghain. Kunst im Klub" befasst sich nun mit der künstlerischen Seite des Klubs, die allerdings vielen Party-Gängern entgeht - ob nun wegen des Alkohols oder einfach nur aus Unachtsamkeit. Dabei warteten immer wieder spannende Installationen in der Berliner Disco. Etwa Viron Erol Verts "Metropolis 1".
Zur ständigen Ausstellung im Klub gehört auch das Bild "Rituale des Verschwindens" von Piotr Nathan.
Das Buch "Berghain. Kunst im Klub" ist ein Archiv von elf Jahren Arbeit in und mit der Kunst. Es zeigt, was im Berghain schon alles über die Bühne gegangen ist. Hier ist ein Werk von Marc Brandenburg zu sehen.
Es geht im Berghain um viel mehr als nur ums Saufen, Scheiße-Bauen oder Pillen einschmeißen. Das will das Buch zeigen. Diese Arbeit von Carsten Nicolai, "Thermic" genannt, war anlässlich des zehnjährigen Bestehens zu bestaunen.
Der Klub war schon immer ein Ort, an dem sich nicht nur Darkroom-Liebhaber, Technojünger und Touristen umtun, sondern auch viele Künstler. Auch der berühmte Türsteher und Fotograf Sven Marquardt hat Werke im Berghain hängen.
Hier eine Installationsansicht von Sarah Schönfeld und Piotr Nathan.
In einem Interview spricht der Maler Norbert Bisky über Farbe und sein Bühnenbild für das Berliner Staatsballett. Hier die bunten Farbwirbel von "Tanzteppich".
Eigentlich ist das Berghain visuell so stimulierend, dass es bildende Kunst eigentlich nicht braucht. Das Erlebnis selbst ist die Kunst. Der Moment des Einswerdens mit der Musik und der Masse und des Getrenntseins vom Rest der Welt. Dafür steht auch dieses Buch.