Budapest Ungarn wählt rechts
Wahlsieger Viktor Orbán: "Ich werde das gesamte ungarische Volk brauchen, um die Aufgabe zu lösen."
Zuvor hatte der Fidesz-Spitzenkandidat in Budapest seine Stimme abgegeben.
Das konservative Lager triumphierte bei den Parlamentswahlen. Die Auszählung der Stimmzettel verzögerte sich jedoch.
Viele Wahllokale hatten länger geöffnet als vorgesehen.
Draußen bildeten sich lange Schlangen.
Die Menschen mussten lange auf die Bekanntgabe vorläufiger Ergebnisse warten.
Dann konnten die Anhänger des konservativen Lagers über den Triumph jubeln.
Gabor Vona, Spitzenkandidat der rechtsextremen Jobbik-Partei, holte fast 17 Prozent der Stimmen - und landete nur knapp hinter den bisher regierenden Sozialdemokraten auf Platz drei.
Im Wahlkampf hatte Oppositionsführer Orbán eine "Schlacht für eine bessere Zukunft" geschlagen.
Vona sprach unter anderem von leidigem "Trubel um den Holocaust".
Der bisheriger Premier Gordon Bajnai bezeichnete Jobbik als "das Monster vor unserer Tür".
Aufmarsch der Neuen Ungarischen Garde in Budapest: "Der Geist ist aus der Flasche, zurückstopfen lässt er sich nicht."
Jobbik-Anhänger hatten im Wahlkampf mit Hetze gegen die Roma-Minderheit zu punkten versucht.