Buenos Aires: Weltmeisterschaft hinter Gittern - DER SPIEGEL
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Buenos Aires Weltmeisterschaft hinter Gittern

Die deutsche Flagge ist schwarz, gelb und rot, der Rasen ist schlecht gepflegt, und gespielt wird nach dem K.o.-System. Aber ansonsten kämpfen die 32 Mannschaften bei der argentinischen Knast-WM mit ebenso viel Siegeswillen wie ihre großen Vorbilder.
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Gegen den Torwart der Elfenbeinküste waren die Argentinier chancenlos.

Foto: Pablo Mehanna
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"Fairplay" - der Wunsch der Organisatoren. "Das ging hart zur Sache", sagte Schiedsrichter Angel Sánchez, der Argentinien bei der letzten WM vertrat, nach dem Eröffnungsspiel.

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Vor dem Spiel intonierte das Orchester die Hymnen Argentiniens und der Elfenbeinküste. Bei der argentinischen Hymne sangen die Spieler beider Teams, bei der der Elfenbeinküste keiner.

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Die Häftlinge vom Gefängnis Nummer 6 verwandelten eine türkisfarbene Tischdecke in die brasilianische Flagge.

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Vor dem Spiel war Ariel Ayala, die Nummer 10 der Argentinier, siegesbewusst. Später bekam er die Rote Karte.

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Die Häftlinge des deutschen Teams haben sich durch gute Führung für die Knast-WM qualifizert. Der Trainer ist besorgt, weil sie im Vergleich zu den anderen Mannschaften ein hohes Durchschnittsalter haben.

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Das Gefängnisorchester spielte zum Auftakt die "marcha del deporte", den Sportmarsch.

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Wer bei der Knast-WM welches Land vertreten würde, wurde ausgelost. Beliebt waren Argentinien, Brasilien, Italien und Deutschland.

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Die Knast-WM soll die Häftlinge motivieren, Sport zu machen. Damit sie trainieren und keine Drogen nehmen.

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"Wenn wir Fußball spielen, fühlen wir uns einen Moment lang als wären wir frei", sagt El Monito Juárez, der argentinische Verteidiger.

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An der Parade vor dem Eröffnungsspiel nahmen Vertreter der 32 WM-Teams teil. "Schweiz, da kommt doch Heidi her?", sagt der Sportlehrer des Gefängnis Nummer 27, Alejandro Luján.

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