Buenos Aires Weltmeisterschaft hinter Gittern
Gegen den Torwart der Elfenbeinküste waren die Argentinier chancenlos.
"Fairplay" - der Wunsch der Organisatoren. "Das ging hart zur Sache", sagte Schiedsrichter Angel Sánchez, der Argentinien bei der letzten WM vertrat, nach dem Eröffnungsspiel.
Vor dem Spiel intonierte das Orchester die Hymnen Argentiniens und der Elfenbeinküste. Bei der argentinischen Hymne sangen die Spieler beider Teams, bei der der Elfenbeinküste keiner.
Die Häftlinge vom Gefängnis Nummer 6 verwandelten eine türkisfarbene Tischdecke in die brasilianische Flagge.
Vor dem Spiel war Ariel Ayala, die Nummer 10 der Argentinier, siegesbewusst. Später bekam er die Rote Karte.
Die Häftlinge des deutschen Teams haben sich durch gute Führung für die Knast-WM qualifizert. Der Trainer ist besorgt, weil sie im Vergleich zu den anderen Mannschaften ein hohes Durchschnittsalter haben.
Das Gefängnisorchester spielte zum Auftakt die "marcha del deporte", den Sportmarsch.
Wer bei der Knast-WM welches Land vertreten würde, wurde ausgelost. Beliebt waren Argentinien, Brasilien, Italien und Deutschland.
Die Knast-WM soll die Häftlinge motivieren, Sport zu machen. Damit sie trainieren und keine Drogen nehmen.
"Wenn wir Fußball spielen, fühlen wir uns einen Moment lang als wären wir frei", sagt El Monito Juárez, der argentinische Verteidiger.
An der Parade vor dem Eröffnungsspiel nahmen Vertreter der 32 WM-Teams teil. "Schweiz, da kommt doch Heidi her?", sagt der Sportlehrer des Gefängnis Nummer 27, Alejandro Luján.