Bürgerkrieg Kampf um Syrien
Syrer in einem Schutzkeller nahe Homs: Keiner traut sich wegen der Kämpfe noch auf die Straße, viele Familien haben unter ihren Häusern provisorische Unterschlüpfe eingerichetet. In einigen davon, wie hier, gibt es sogar Strom.
Die Schlacht um Aleppo steht bevor, in den Straßen patrouillieren Mitglieder der Freien Syrischen Armee. Nach dem Scheitern des Uno-Friedensplans ist die Zukunft des Landes nun ungewisser denn je. Sollte die internationale Gemeinschaft die Rebellen zunehmend unterstützen, dürfte Syrien zerfallen, Warlords würden dann wohl die Macht in ihrem jeweiligen Einflussbereich übernehmen. Der stärkste unter ihnen wäre Assad.
Die Bevölkerung leidet unter dem Bürgerkrieg, Tausende sind bereits ums Leben gekommen, Hunderttausende sind auf der Flucht. Dieses Bild zeigt ein Massenbegräbnis nahe Damaskus, die Toten sind den Angaben zufolge Oppositionelle, die bei Kämpfen gegen regimetreue Kräfte umkamen.
Auch dieses Bild, das vom Aktivistennetzwerk Shaam zur Verfügung gestellt wurde, zeigt angeblich eine Massenbeerdigung in Damaskus. Täter sind demnach Soldaten des Regimes. SPIEGEL ONLINE kann diese Angaben allerdings nicht überprüfen.
Bewaffnete Rebellen der Tauhid-Brigade im Tal Rifaat, im Norden der strategisch wichtigen Handelsstadt Aleppo. Sie wollen in den Kampf gegen die Assad-Truppen ziehen.
Aufständische der Freien Syrischen Armee führen einen Polizisten in Aleppo ab. Die Rebellen beschuldigen ihn, ein Mitglied der Assad-treuen Schabiha-Miliz zu sein. Am 31. Juli nahmen die Aufständischen eine Polizeistation in der Stadt ein. Dabei sollen sie laut syrischen Menschenrechtsbeobachtern 40 Polizisten getötet haben. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.
Kämpfer der Freien Syrischen Armee führen zwei weitere Polizisten ab, die sie gefangen genommen haben. Auch dabei soll es sich um Assad-Getreue handeln.
Das Gesicht dieses Polizisten ist blutverschmiert: Aufgebrachte Rebellen halten ihn fest, sie beschuldigen ihn, Mitglied der Schabiha-Miliz zu sein.
Ein verwundeter Kämpfer der Freien Syrischen Armee wird von seinen Kameraden weggebracht. Er wurde während der Kämpfe mit den Truppen von Präsident Baschar al-Assad am Bein verletzt.
Bewaffnete Rebellen fahren mit zwei Pick-ups durch den umkämpften Stadtteil Salahaddin.
Ein Aufständischer bewacht eine Straße in der Innenstadt von Aleppo, dort liefern sich Assad-Soldaten und Rebellen erbitterte Kämpfe. Die Regierungstruppen sind seit Samstag in der größten syrischen Stadt, um die Aufständischen mit einer Großoffensive zurückzudrängen. Die Fronten verlaufen quer durch die Wohngebiete. Tausende Menschen sind bereits geflohen.
Eine Bewohnerin versucht, sich mit ihrem Sohn in der Innenstadt von Aleppo einen Weg durch die Trümmer zu bahnen - die Häuser rechts und links sind stark beschädigt.
Feuerpause: Sechs Kämpfer der Freien Syrischen Armee erholen sich kurz. Seit Tagen melden Aktivisten heftige Gefechte in Aleppo. Präsident Assad ließ verlauten, der Kampf gegen die Aufständischen entscheide über Syriens Schicksal.
Normalität neben Krieg: Ein älterer Mann in der Innenstadt von Aleppo, neben ihm läuft ein Kämpfer der Rebellen mit seiner Waffe.