Bundesliga: Abstiegskampf - DER SPIEGEL
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Bundesliga 90 Minuten Abstiegskampf

Nichts für schwache Nerven: Das Rennen um den Klassenerhalt spitzt sich weiter zu. Einige Teams konnten sich zwar retten. Dennoch kommt es nächste Woche zu einem echten Endspiel um den Verbleib in der ersten Liga.
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Am vorletzten Bundesliga-Spieltag der Saison stand insbesondere der VfB Stuttgart unter Druck. In der Vorwoche war das Team von Jürgen Kramny 6:2 beim direkten Konkurrenten aus Bremen unterlegen und auf den vorletzten Tabellenrang abgerutscht.

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa
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Dennoch trennten die Schwaben vor Anpfiff lediglich vier Punkte von Markus Feulner (l.) und dem FC Augsburg auf Platz zwölf. Mit einer Ausbeute von zehn Punkten aus den vergangenen vier Partien hatte sich der FCA eine gute Ausgangsposition im Abstiegskampf erarbeitet.

Foto: Stefan Puchner/ dpa
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VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 60.000 Zuschauer waren ins Stadion gekommen, um ihren VfB zu unterstützen. Kramny hatte für das wegweisende Heimspiel gegen Mainz das komplette Defensivpersonal ausgetauscht: Im Tor bekam Mitchell Langerak das Vertrauen, Philipp Heise kam zu seinem ersten Startelf-Einsatz und bildete mit Florian Baumgartl, Toni Sunjic und Kevin Großkreutz die Viererkette. In der defensiven Mittelfeldzentrale sollte Christian Gentner das VfB-Spiel ordnen.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:0 (6. Minute) Und der Kapitän ging voran: Bis kurz vor Spielbeginn war sein Einsatz fraglich, auf dem Platz war davon wenig zu merken. Einen Heise-Schuss aus der Distanz grätschte Gentner (l.) ins Netz.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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Kramny hatte allen Grund zum Jubeln: Mit diesem Spielstand kletterte der VfB zwischenzeitlich auf Platz 15.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 0:0 (9. Minute) Leidtragende der Stuttgarter Führung war die Frankfurter Eintracht, die damit auf den vorletzten Platz abgerutscht war. Doch die SGE zeigte sich bissig im Duell mit dem BVB. Luc Castaignos versuchte es artistisch mit der Hacke, doch Dortmunds Torhüter Roman Bürki reagierte glänzend und verhinderte eine Frankfurter Führung.

Foto: Michael Probst/ AP
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1. FC Köln - Werder Bremen 0:0 (12. Minute) Werder lag angesichts der Zwischenstände in den anderen Stadien auf dem Relegationsrang und war gefordert, selber offensiv zu agieren. Fin Bartels (r.) verfehlte bei seiner ersten Torannäherung mit einem Flachschuss das Kölner Gehäuse jedoch um zwei Meter.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Hertha BSC - Darmstadt 98 1:0 (14. Minute) Der Aufsteiger aus Darmstadt musste in der Anfangsviertelstunde ein Gegentor hinnehmen. Vladimír Darida (r.) brachte den Hauptstadtklub mit einer sehenswerten Volleyabnahme am langen Pfosten in Führung - und die Gäste wieder in Nöte.

Foto: Boris Streubel/ Bongarts/Getty Images
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:0 (14. Minute) Weil auch Frankfurt gegen den BVB vorne lag, nahmen die "Lilien" den 16. Platz ein. Stefan Aigner (r.) hatte im Rückwärtsfallen den Kopf noch hinter den Ball gebracht und so das wichtige Führungstor erzielt.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Schalke 04 - FC Augsburg 0:0 (15. Minute) Auf Schalke konnte sich der FCA bei seinem Schlussmann Marwin Hitz bedanken, nicht früh in Rückstand geraten zu sein. Freistehend scheiterte der Abwehrspieler in seinem letzten Heimspiel für S04 am Augsburger Torhüter.

Foto: Guido Kirchner/ dpa
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Hertha BSC - Darmstadt 98 1:1 (25. Minute) Kurz darauf sorgte Jérôme Gondorf für Jubelstürme bei den 5000 mitgereisten Gästefans. Marcell Heller hatte ihn im Rückraum bedient und so ermöglicht, dass Darmstadt zu diesem Zeitpunkt Platz 14 inne hatte.

Foto: Soeren Stache/ dpa
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1. FC Köln - Werder Bremen 0:0 (26. Minute) Das Nervenkostüm von Werder-Coack Viktor Skripnik wurde arg strapaziert: Ein regulärer Treffer von Santiago García wurde die Anerkennung verweigert, weil der Schiedsrichter zuvor eine Torwartbehinderung gesehen haben wollte.

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Hannover 96 - TSG Hoffenheim 1:0 (28. Minute) Hiroshi Kyiotake brachte die bereits als Absteiger feststehenden Hannoveraner in Führung. Besonders ärgerlich aus Sicht der TSG: Den Schuss des Japaners konnte Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann nur leicht abfälschen. Dieser Kontakt reichte allerdings aus, um den auf die Torlinie geeilten Niklas Süle zu irritieren, der den Ball sonst problemlos hätte klären können.

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Schalke 04 - FC Augsburg 0:0 (28. Minute) In Gelsenkirchen war derweil weiterhin Verlass auf Marwin Hitz: Auch gegen Leroy Sané vereitelte der Schweizer zum wiederholten Mal einen FCA-Rückstand.

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VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:1 (37. Minute) Gegen den Spielverlauf fingen sich die Hausherren den Ausgleich. Zu allem Übel traf der Mainzer Yunus Malli aus einer Abseitsstellung heraus und sorgte so für konsternierte Stuttgarter Gesichter. Durch das Tor der Mainzer tauschten Bremen und der VfB wieder die Plätze.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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1. FC Köln - Werder Bremen 0:0 (45. Minute) Doch Werder wollte selber einen Dreier einfahren, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Die Bremer waren deutlich aktiver und hatten mehr Torabschlüsse zu verzeichnen als die Kölner. Kurz vor dem Pausenpfiff mussten sie sich jedoch bei Felix Wiedwald bedanken, dass der nach einem Konter im Eins-gegen-Eins-Duell mit Anthony Modeste die Nerven behielt und den Ball des Franzosen abwehren konnte.

Foto: Mika Volkmann/ Bongarts/Getty Images
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:0 (45.+1. Minute) Frankfurt musste kurz vor dem Pausenpfiff eine Schrecksekunde überstehen: Nuri Sahin hatte auf Mats Hummels geflankt, der per Kopfball-Bogenlampe das vermeintliche 1:1 erzielte. Doch das Schiedsrichtergespann entschied irrtümlicherweise auf Abseits. Glück für die Eintracht!

Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty Images
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VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:2 (54. Minute) Trotz eines besseren Wiederbeginns gab es die kalte Dusche für den VfB: Der Kolumbianer Jhon Córdoba nutzte die Unordnung in der Stuttgarter Hintermannschaft und köpfte am zweiten Pfosten zum 2:1 ein. Damit stand Stuttgart wieder auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Foto: Deniz Calagan/ dpa
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Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:0 (63. Minute) Unterdessen bot Eintracht Frankfurt dem BVB eine Abwehrschlacht. Die Dortmunder Offensive (mit 80 Toren die Beste der Liga) tat sich trotz 80 Prozent Ballbesitz schwer gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Hessen.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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1. FC Köln - Werder Bremen 0:0 (72. Minute) Aufreger in Köln: Werders Papy Djilobodji (r.) ging im eigenen Strafraum allzu ungestüm in einen Zweikampf mit Dominic Maroh. In gewisser Weise ausgleichende Ungerechtigkeit, dass der Unparteiische hier nicht auf Strafstoß für Köln entschied.

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VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:2 (77. Minute) Die Stuttgarter Defensive gab in der Schlussphase eine Bankrotterklärung ab. So konnte Karim Onisiwo seine gute Leistung an diesem Tag krönen und besiegelte mit seinem Tor die Niederlage der Stuttgarter.

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Hertha BSC - Darmstadt 98 1:2 (83. Minute) Ein Treffer von Sandro Wagner entledigte die Darmstädter von den letzten Zweifeln am Klassenerhalt. Aus kurzer Distanz brachte Wagner den Ball über die Linie und sorgte so für Freude bei seinem Kapitän Aytac Sulu (l.) und Trainer Dirk Schuster.

Foto: JOHN MACDOUGALL/ AFP
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1. FC Köln - Werder Bremen 0:0 (90. Minute) Die Angriffsbemühungen der Bremer in Köln erlahmten in den letzten 20 Minuten. Zudem handelte sich Fin Bartels eine Sperre für das finale Saisonspiel gegen Frankfurt ein (80.). Weil sich am Sieg gegen den BVB nichts mehr änderte, kommt es nun zwischen Werder als 16. und dem 15. aus Frankfurt im Saisonfinale zu einem direkten Duell um den direkten Klassenerhalt.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Schalke 04 - FC Augsburg 1:1 (89. Minute) Der FC Augsburg machte hingegen durch einen späten Ausgleichstreffer von Kapitän Daniel Baier den Verbleib in der Bundesliga perfekt. Schalkes Klaas-Jan Huntelaar hatte kurzzeitig für erhöhten Ruhepuls beim FCA-Anhang gesorgt, als er Schalke in der 82. Minute in Führung gebracht hatte.

Foto: Guido Kirchner/ dpa
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Bremen steht hingegen ein echtes Endspiel um den Ligaverbleib ins Haus, wenn Werder die Eintracht aus Frankfurt empfängt. Nach Abschluss des 33. Spieltags steht Stuttgart mit 33 Punkten auf Platz 17 am Rande zur Zweiten Liga. Davor kommt Werder mit 35 Zählern und die Eintracht mit 36 Punkten. Hoffenheim, Darmstadt, Hamburg und Augsburg können hingegen auch für die nächste Bundesliga-Saison planen.

Foto: Maja Hitij/ dpa
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Wie groß die Angst beim VfB vor dem Gang in Liga Zwei ist, zeigen diese Bilder: Nach dem Abpfiff spielten sich in Stuttgart emotionale Szenen ab. Nicht nur Robin Dutt war frustriert angesichts des Auftritts seiner Mannschaft.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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Auch hunderte Anhänger ließen ihrer Enttäuschung freien Lauf und stürmten auf den Rasen. Mannschaftskapitän Christian Gentner versuchte die aufgebrachte Menge zu beschwichtigen.

Foto: Matthias Hangst/ Bongarts/Getty Images
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