Bundesliga-Analyse: Der Dortmunder Makel - DER SPIEGEL
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Bundesliga-Analyse Warum Borussia Dortmund noch kein Spitzenteam ist

Schalke 04 und Borussia Dortmund haben sich im Revierderby 1:1 getrennt. Aufgrund des Hoffenheimer Sieges hätte Dortmund nachziehen müssen, doch die grafische Analyse zeigt, warum der BVB derzeit kein Spitzenteam ist.
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Im Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund hat es keinen Sieger gegeben, das temporeiche Revierderby endete unentschieden 1:1 (0:0). Der BVB reiste als Favorit an, ging in Führung, aber konnte am Ende froh sein, dass Schalke 04 die Partie nicht noch für sich entschied.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Die Ausgangspositionen der beiden Teams waren klar: Schalke wollte tief und kompakt stehen und über Umschaltaktionen vor das Dortmunder Tor kommen. Der BVB hingegen wollte seine individuelle Klasse und Spielstärke nutzen und durch Kombinationsfußball erfolgreich sein.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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Nach sieben gespielten Minuten in der zweiten Hälfte belohnte sich Dortmund für das überlegene Spiel. Ausgerechnet nach einer Schalker Chance durch Guido Burgstaller, bei der die Schalker ein Foul von Sokratis monierten, kam der BVB im direkten Gegenzug zum Erfolg.

Foto: Martin Meissner/ AP
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Aubameyang bejubelte den 24. Saisontreffer auf seine individuelle Art und Weise.

Foto: Bernd Thissen/ dpa
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In der Phase nach dem Führungstreffer hatte Dortmund mehrfach die Möglichkeit, die Entscheidung herbeizuführen. In der 58. Minute versuchte Aubameyang freistehend im Strafraum Dembélé zu bedienen, Benedikt Höwedes konnte das Zuspiel noch abfangen. In der 74. Minute scheiterte Dembélé am Pfosten. Tuchel kommentierte das später so: "Beim Pfostentreffer von Dembélé fehlen Zentimeter. Manchmal fehlt uns vielleicht der Drang zu einem dreckigen Tor."

Foto: Martin Meissner/ AP
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Thomas Tuchels jungem Team fehlt die Erfahrung, eine Führung über die Zeit zu bringen und ein solches Spiel mit Cleverness zu gewinnen. Die Bayern zeigten in dieser Saison zum Beispiel in Gladbach oder Bremen, dass sie auch in dieser Hinsicht dem BVB einen Schritt voraus sind.

Foto: Martin Meissner/ AP
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Und es hätte aus BVB-Sicht noch schlimmer kommen können. Mit dem Ausgleichstreffer von Kehrer (77.) drohte Dortmund das Spiel aus den Händen zu gleiten. Der Treffer fiel nach einem Eckstoß von Daniel Caligiuri. Zunächst konnte Dortmund, wegen einer Verletzung von Marcel Schmelzer in dieser Phase in Unterzahl, klären, doch Nabil Bentaleb brachte den Ball zurück in den Strafraum, wo Leon Goretzka für Kehrer auflegte, der sein erstes Bundesligator erzielte.

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Aus Dortmunder Sicht wäre ein Elfmetergegentor nach Handspiel von Bartra ein weiterer Rückschlag gewesen. Benedikt Höwedes protestierte im Dortmunder Strafraum in der Nachspielzeit, weil Felix Zwayer das Spiel weiterlaufen ließ.

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Markus Weinzierl war nach der offensichtlichen Fehlentscheidung kaum zu beruhigen, er wurde auf die Tribüne geschickt.

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Tuchel weiß um die Probleme seines Teams. "Es war ein Spiel, das wir lange Zeit kontrolliert haben mit viel Ballbesitz. Schon in der ersten Halbzeit hatten wir gute Torchancen, in der zweiten konnten wir noch eine Schippe drauflegen und sind verdient in Führung gegangen. Dann haben wir Chancen liegen gelassen." Immer wieder verpasst der BVB, das zweite oder sogar dritte Tor zu erzielen. Zudem bricht das Team oft ein und kann die eigene Dominanz nicht über 90 Minuten auf den Platz bringen.

Foto: Ina Fassbender/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?