Bundesliga Bayern zu stark für den BVB
Zum Topspiel des 28. Spieltags empfing der FC Bayern München Borussia Dortmund. Für beide Mannschaften kam das Spiel zur Unzeit. Der Rekordmeister trifft am Mittwoch im Champions-League-Viertelfinale auf Real Madrid, der BVB bekommt es einen Tag zuvor mit dem AS Monaco zu tun.
Schonen wollten sich die Münchner aber nicht für den Gipfel mit den Königlichen. Franck Ribéry, der einen Tag zuvor seinen 34. Geburtstag feierte, traf zur frühen Führung (4. Minute).
Dortmund wirkte überfordert. Felix Passlack holte sich Tipps von Thomas Tuchel, der an der Seitenlinie mehr und mehr verzweifelte.
Denn Robert Lewandowski erhöhte in der zehnten Minute auf 2:0. Der Pole traf zum wiederholten Mal per Freistoß.
Dabei hatte er allerdings Glück. Ousmane Dembélé duckte sich in der Mauer und ermöglichte so den zweiten Treffer des Tages.
Für Lewandowski, der sich mit Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang ein spannendes Duell um die Torjägerkanone liefert, war es der 25. Saisontreffer.
Wie aus dem Nichts fiel der Anschlusstreffer: Raphael Guerreiro nahm den Ball aus 18 Metern direkt und traf genau in den oberen linken Winkel (20.). Für den BVB war es erst das zweite Saisontor von außerhalb des Strafraums.
Doch der Tabellenführer blieb gefährlich. Vor allem Arjen Robben versuchte, den alten Abstand wieder herzustellen. Mehrfach scheiterte der Niederländer an Dortmunds Torhüter Roman Bürki.
Dortmunds Star Aubameyang blieb im Gegensatz zu seinem Konkurrenten wirkungslos. Jérôme Boateng und Javí Martinez hatten alles im Griff.
Nach Wiederbeginn war es dann soweit: Robbens sechster Torschuss landete im Netz der Gäste (49.). Zuvor war er nach innen gezogen und hatte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß gelegt.
Mit seinem 86. Bundesliga-Treffer zog er mit Klub-Präsident Uli Hoeneß gleich.
Und es kam noch schlimmer für den BVB: Robert Lewandowski wurde im Strafraum von Roman Bürki gefoult.
Der polnische Nationalspieler verwandelte gewohnt sicher (68.) und führt damit in der Torjägerliste mit einem Tor vor Aubameyang.
In der Folge hätten sogar noch weitere Tore fallen können, aber der Rekordmeister beließ es beim 4:1.
Dortmund bleibt Vierter und muss weiter um die direkte Champions-League-Qualifikation bangen.